Einmal jährlich jeweils im März tagen Professorinnen der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten (LaKoF) an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissen- schaften. Dort wird über die Vergabe von mehreren hochdotierten Stipendienplätzen zur Förderung von Frauen mit Ziel einer Hochschul-Professur entschieden. Mittlerweile konnten über 30 Stipendien an besonders aussichtsreiche Kandidatinnen vergeben werden.
Am 14. Juli trafen sich an der Hochschule Regensburg erstmals die Stipendiatinnen zu einem Kennenlernen und Austausch. Der Einladung der Landessprecherin der bayerischen Frauenbeauftragten, Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, waren zwölf Stipendiatinnen gefolgt. Der Tag wurde nicht nur zu einem regen, gegenseitigen Austausch genutzt, auch der Weg für künftige Treffen und für die Kommunikation untereinander zu unterschiedlichsten Themen wurde durch einen Workshop geebnet.
Interessentinnen für das Promotions- oder das Qualifizierungsstipendium können sich über die Homepage www.frauen-fh.de informieren. Im Übrigen ist für eine Professur an einer bayerischen Hochschule für angewandte Wissenschaften eine Habilitation keine Voraussetzung: Für eine Bewerbung ist der Nachweis der besonderen Befähigung zu wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit notwendig. Der Nachweis erfolgt in der Regel über eine Promotion oder beispielsweise im Fall von Architektinnen oder Designerinnen durch einschlägige Veröffentlichungen, erhaltene Preise oder Gutachten über ihre Arbeit.
Zudem muss eine mehrjährige Berufspraxis von mindestens fünf Jahren (drei davon außerhalb des Hochschulbereichs) vorhanden sein sowie Nachweise über die pädagogische Eignung. Freude im Umgang mit Studierenden und vor allem Freude an der Weitergabe des eigenen Wissens und der Erfahrungen aus der Praxis stellen die persönlichen Entscheidungskriterien für eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften dar.