An der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf steht den Studierenden künftig ein MAN TGM 18.330 als praktisches Anschauungsobjekt zur Verfügung. Der Lkw kommt in diversen Lehrveranstaltungen sowie im Rahmen von Praktika, Projekt- und Studienarbeiten zum Einsatz und wurde an Prof. Dr. Reinhard Höpfl, Präsident der Hochschule Deggendorf, übergeben. Darüber hinaus ist das Fahrzeug elementarer Bestandteil eines sich derzeit im Aufbau befindlichen Lkw-Labors, das den angehenden Ingenieuren zur praxisnahen Ausbildung dienen soll. Dadurch kann das theoretisch angeeignete Wissen nicht nur unmittelbar angewendet und vertieft werden, der Einsatz des Fahrzeuges ermöglicht auch den Ausbau bestehender Lehrveranstaltungen.
„Besonders im Bereich der Ingenieurwissenschaften ist eine praxisnahe Ausbildung für die anschließende berufliche Tätigkeit von großer Bedeutung. Dies erleichtert das Verständnis der oftmals komplexen Theorie und das Gelernte kann direkt umgesetzt und verinnerlicht werden. Wir freuen uns der Hochschule Deggendorf einen Lastkraftwagen von MAN zur Verfügung stellen zu können, der genau dieses Bindeglied zwischen Theorie und Praxis darstellt. Darüber hinaus garantieren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeuges eine interessante sowie spannende Lehre“, ist sich Tatjana Thiel, Leiterin Führungskräfteentwicklung MAN SE, sicher.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Nutzfahrzeugtechnik“ soll der Lkw als praktisches Anschauungsobjekt in der Vorlesung eingesetzt, als auch zur Durchführung von Fahrversuchen verwendet werden. Geplant ist ebenfalls die Ausstattung des Lkw mit Sensor- und Messtechnik, um theoretisch entwickelte Simulationsmodelle anhand der Messwerte eines realen Fahrzeuges zu evaluieren. In Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten erledigen die Studierenden hierbei selbst die notwendige technische Umrüstung. Im Fach „Simulationstechnik“ befindet sich bereits seit einigen Semestern ein Fahrsimulator für spezielle Anwendungen, wie etwa das rückwärts Rangieren von Lastzügen, in Entwicklung. Zum Abgleich der Daten mit realen Fahrzeugen war die Hochschule bisher auf die Unterstützung externer Partner angewiesen. „Die Möglichkeit auf ein eigenes Fahrzeug zurückgreifen zu können reduziert Zeitaufwand sowie Kosten und stellt für die Weiterführung des Projekts einen großen Fortschritt dar“, freut sich der für den Aufbau und die Organisation des Lkw-Labors zuständige Hochschullehrer Prof. Dr. Stefan Schulte.