In Neuburg a.d.Donau startet zum WS 2016/17 der Integrationscampus des Instituts für Akademische Weiterbildung (IAW) der Technischen Hochschule Ingolstadt. Es sollen Qualifizierungsprogramme angeboten werden, die Flüchtlinge auf ein Studium in Deutschland vorbereiten und die auch auf ein späteres Studium angerechnet werden können. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt das Projekt, das auch vom DAAD finanziell gefördert wird.
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Mit dem Integrationscampus werden die bisherigen hochschulischen Aktivitäten im Landkreis Neuburg/Schrobenhausen weiter ausgebaut. Zudem ist dies ein weiterer Schritt bei der Integration von Flüchtlingen, denen wir so eine wichtige Bildungsperspektive im tertiären Bereich bieten."
„Wir freuen uns sehr, dass wir nun nach über einjähriger Konzeptions- und Vorbereitungsphase starten können. Gemeinsam mit unseren kommunalen Partnern haben wir in dieser Zeit viele Hindernisse überwunden, um unserer gesellschaftlichen Verantwortung in dieser herausfordernden Zeit gerecht zu werden“, erklärte Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der Technischen Hochschule Ingolstadt und Leiter des Institutes für akademische Weiterbildung.
Die Technische Hochschule Ingolstadt geht zunächst von rund 40 Flüchtlingen mit Hochschulzugangsberechtigung aus, die im Studienzentrum Neuburg am zweijährigen Programm teilnehmen werden. Nach einem einführenden Semester mit Orientierungs-, Integrations- und Sprachkursen finden Fachqualifizierungen in den Bereichen „International Management“ oder „Maschinenbau“ statt. Dadurch wird der Einstieg in ein Studium und später in den Arbeitsmarkt erleichtert. Untergebracht werden die Teilnehmer/-innen in Gebäuden der Lassigny-Kaserne.