Das Umweltmanagementsystem der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf soll noch in diesem Jahr nach EMAS (Eco-Management und Audit Scheme) zertifiziert werden. Zentraler Bestandteil ist die internationale Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 – die weltweit anerkannte Vorgabe dessen, was ein Umweltmanagement in Unternehmen und Organisationen beinhalten und leisten soll. Mit dieser Zertifizierung im Herbst 2013 ist die Hochschule dann berechtigt, das EMAS-Logo als international bekannte Auszeichnung für freiwilliges, systematisches Umweltmanagement zu führen.
Zum Hintergrund
In den Zielvereinbarungen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat sich die HSWT verpflichtet, sich zu einer „ökologisch nachhaltigen und Ressourcen schonenden Hochschule als Pilotmodell“ zu entwickeln. Mit der Einführung des Umweltmanagementsystems wird dieser Verpflichtung nachgekommen. Im Herbst vergangenen Jahres wurde je ein Projektteam für Weihenstephan und Triesdorf gebildet: Vertreter aller Organisationseinheiten, externe Berater der Firma WUQM, Lisa Schröder (Weihenstephan) und Peter Burger (Triesdorf), die eigens für das Projekt eingestellt wurden, sowie die Studierenden des Arbeitskreises „Grünere Hochschule“ engagieren sich, um die tatsächlichen Umweltleistungen der HSWT nachhaltig zu verbessern.
Umweltleitlinien verabschiedet
Bereits am 13. Juni 2013 hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eigene Umweltleitlinien verabschiedet: Darin verpflichtet sich die Hochschule, sparsam mit Ressourcen umzugehen, umweltfreundliche Techniken zu verwenden und so die Energieeffizient zu steigern, und alle Hochschulangehörigen aktiv einzubeziehen.
Strom aus erneuerbaren Energien
Ab 2014 wird die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen versorgt. Hintergrund ist die zentrale Ausschreibung der Obersten Baubehörde, die aufgrund eines Ministerratsbeschlusses zum ersten Mal ausdrücklich grünen Strom fordert. Danach wird in einem zweijährigen Rhythmus europaweit ausgeschrieben, um regelmäßig das beste Angebot für Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu erhalten.
Vergabekriterium Umweltschutz bei Gebäudereinigung
Bei der Ausschreibung der Gebäudereinigung in Weihenstephan wurde der Umweltschutz als eines von fünf Kriterien berücksichtigt. So wurde beispielsweise darauf geachtet, welche Reinigungsprodukte zum Einsatz kommen, wie Müll getrennt beziehungsweise entsorgt wird und ob der Dienstleister ein Umweltzertifikat besitzt. Bereits in der Vergangenheit wurden für die Entsorgung und das Recycling Firmen beauftragt, die für ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsleistungen zertifiziert sind (ISO 14001 oder Teilnahme Umweltpakt Bayern). Auch das neue Reinigungsunternehmen, das seit dem 1. März 2013 in Weihenstephan tätig ist, ist seit mehreren Jahren nach ISO 14001 zertifiziert und Mitglied im Umweltpakt Bayern. Dadurch wird gewährleistet, dass sämtliche Arbeitsabläufe hinsichtlich Umweltschutz und Effizienz kontinuierlich verbessert werden.