Hochschule Rosenheim: Zukunftsweisende Vernetzung im „Zentrum neue Materialtechnologien Bayern“

Um Bildungsmöglichkeiten durchgängiger zu gestalten, Forschung und Entwicklung voranzutreiben und Synergieeffekte zu nutzen, haben sich Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen.

Neue Entwicklungen im Bereich der Materialtechnologien treiben Innovationen im produzierenden Gewerbe maßgeblich voran. Die Branche ist daher auf gut ausgebildeten Nachwuchs und Fachkräfte, die sich hinsichtlich aktueller technischer Fortschritte weiterbilden, angewiesen. Auf Basis ihrer gemeinsamen Expertise im Bereich innovativer Werkstoffe gründen bayerische Bildungseinrichtungen das "Zentrum neue Materialtechnologien Bayern" (zmb). Innerhalb dieser einmaligen Vernetzung werden im Ausbildungsbereich erstmalig an anderen Institutionen erbrachte Leistungen so großzügig wie möglich anerkannt.

An der zukunftsweisenden Initiative sind die Hochschule Rosenheim, die Staatliche Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie Wasserburg a. Inn, die Staatliche Berufsschule Wasserburg a. Inn, das Lehrinstitut der Holzwirtschaft und Kunststofftechnik e.V. (LHK), Rosenheim, sowie das Kunststoffinstitut Wasserburg e.V., Eiselfing beteiligt. Alle diese Einrichtungen bilden - in unterschiedlichen Angeboten - Fachkräfte für die Kunststofftechnik und andere neue Materialtechnologien aus. "Durch die Bündelung der gemeinsamen Kompetenzen im "Zentrum neue Materialtechnologien Bayern" möchten wir die Region langfristig als europaweit beachteten Bildungsstandort im Bereich der neuen Materialtechnologien positionieren", so Prof. Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim und Initiator des Zusammenschlusses.

Ziel der Vernetzung ist es, über das zmb ein komplettes Ausbildungsangebot vom Facharbeiter bis zum Ingenieur mit akademischem Master-Titel zu ermöglichen. "Wir möchten eine durchgängige Möglichkeit zur Weiterqualifizierung anbieten, indem wir die gegenseitige Anerkennung von Vorleistungen aus anderen Institutionen des Netzwerks erleichtern", so Prof. Dr. Johannes Schroeter, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Rosenheim. "Absolventen der Technikerschule können durch bestimmte Vorleistungen beispielsweise Credit Points sammeln, die sie in einem anschließenden Studium an der Hochschule Rosenheim einbringen können", erläutert Gerhard Heindl, Schulleiter der staatlichen Berufsschulen im Landkreis Rosenheim, eine der Anerkennungsmöglichkeiten. Darüber hinaus sind Brückenkurse geplant, um Übergänge zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen zusätzlich zu unterstützen.

Auch im Bereich Forschung und Entwicklung wollen die Institutionen daher verstärkt zusammenarbeiten. Das sei in Anbetracht des demografischen Wandels auch wichtig für die internationale Gewinnung von Fachkräftenachwuchs, bekräftigen Manfred Wierer, Vorstandsvorsitzender des Kunststoffinstituts Wasserburg e.V., und Axel Jentsch, Institutsleiter und Geschäftsführer des LHK Rosenheim.

Gerade für Firmen, die Fachkräfte im Bereich der Materialtechnologien suchen und ausbilden, bieten sich über das zmb vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Ihnen steht eine Unterstützung bzw. Beteiligung an der Initiative ebenso offen wie weiteren Bildungseinrichtungen und Institutionen des Themenfeldes rund um Kunststoff-technik, Leichtbautechnik und nachhaltig verfügbare Werkstoffe. "Wir schaffen mit diesem bayernweit einmaligen Kompetenzzentrum die Arbeitsplätze der Zukunft. Die Wirtschaft in unserer Region wird nachhaltig gestärkt", begrüßt Klaus Stöttner, MdL und Kuratoriumsvorsitzender der Hochschule Rosenheim, den Zusammenschluss.

In terminierten Arbeitstreffen wollen die beteiligten Institutionen Aktivitäten und Maßnahmen des "Zentrum neue Materialtechnologien Bayern" gemeinsam festlegen. Als eine der ersten Aufgaben steht die inhaltliche Konzeption eines Brückenkurses für interessierte Fachkräfte an, die sich im Bereich der neuen Materialtechnologien weiterbilden möchten. Ein Katalog mit gegenseitigen Anerkennungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Ausbildungseinrichtungen wurde in Grundzügen bereits erstellt und wird in den kommenden Monaten vervollständigt.

Auf der gemeinsamen Homepage www.zentrum-neue-materialtechnologien-bayern.de  finden Aus- und Weiterbildungsinteressierte sowie Unternehmen weitere Informationen zum neu gegründeten Bildungsnetzwerk.

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