Fraunhofer-Anwendungszentrum CT in der Messtechnik an der Hochschule Deggendorf eröffnet

Mit Unterstützung des Freistaates richtet ein Fraunhofer-Institut gemeinsam mit der Hochschule Deggendorf und der Wolfgang-Pfeiffer-Stiftung ein Anwendungszentrum ein.

Landrat Christian Bernreiter, MdB Barthl Kalb, Staatssekretär Bernd Siebler, Thomas Miller (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Deggendorf), Prof. Dr. Randolf Hanke (stellv. Institutsleiter Fraunhofer IIS), Wolfgang Pfeiffer Stiftungsgründer und Inhaber der Intercontec Produkt GmbH), Ministerialdirigent Dr. Ronald Mertz, Präsident Prof. Dr. Peter Sperber, Oberbürgermeister Dr. Christian Moser (v.l.n.r.)

Unter Federführung des Fraunhofer-Entwicklungs- zentrums Röntgentechnik EZRT des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS werden am Standort Deggendorf künftig modernste Röntgenmethoden für die zerstörungsfreie Messtechnik und Charakterisierung von Materialien und Bauteilen entwickelt und als innovative Messdienstleistung der regionalen und überregionalen Industrie angeboten. Anwendung finden diese Tech- nologien in vielen Industriebereichen auf dem Gebiet der Material- und Produktentwicklung, der Prozess- entwicklung und der Qualitätssicherung.

Ziel des Fraunhofer-Anwendungszentrums
Neben der industriellen Anwendung wird die CT seit Wintersemester 2008/2009 im Rahmen von maschinen- technischen Praktika und Studentenprojekten auch in die Lehre integriert.

Das Anwendungszentrum schafft optimale Randbe- dingungen für die Forschung, Entwicklung und Anwen- dung im Bereich der dimensionellen Messtechnik mit Computertomographie (CT) – für sämtliche Industrie- bereiche, unter anderem für die niederbayerische Automobilzulieferindustrie und die Automobilindustrie selbst. Mit der regionalen Wirtschaft soll ein Kooperationsnetzwerk zum Transfer des CT-Messtechnik-Knowhows und zur Durchführung gemeinsamer F&E-Projekte eingerichtet werden. Dieses Netzwerk soll auch der Entwicklung neuer CT-Messsysteme gemeinsam mit Industriepartnern dienen.

Das Anwendungszentrum vereint durch die beteiligten Einrichtungen die Vorteile von Industrieerfahrung (Anwender Intercontec) mit der Forschung und Entwicklung (Hochschule Deggendorf, Fraunhofer EZRT).

Hintergrund
Im Mai 2008 wurde das Intercontec-Labor an der Hochschule Deggendorf in Zusammenarbeit mit der Firma Intercontec durch die Anschaffung des Röntgentomographiemessgeräts TomoScope HV 500 der Firma Werth ins Leben gerufen. Seit Beginn arbeitet ein Team aus mehreren Mitarbeitern an diesem Projekt. Wolfgang Pfeiffer, geschäftsführender Gesellschafter der Intercontec Produkt GmbH, gründete im Dezember 2008 die gemeinnützige Wolfgang-Pfeiffer-Stiftung, auf die der Besitz des CT übertragen wurde. Mit diesem Labor ermöglicht die Stiftung interessierten Unternehmen die Nutzung des Computertomographen. Die mit den Messaufträgen erwirtschafteten Gelder werden zur Förderung von Forschung und Ausbildung im Fachgebiet Messtechnik genutzt.

Dank der großzügigen Förderung, u. a. durch den Freistaat Bayern, werden in den nächsten zwölf Monaten weitere CT-Anlagen beschafft werden. Mit dem Umzug in den bis dahin fertiggestellten Neubau der Hochschule Deggendorf im Frühjahr 2014 werden dem Anwendungszentrum neue, größere Laborräume zur Verfügung stehen und so weiteres Wachstum ermöglichen.

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