Am letzten Donnerstag wurde an der Hochschule Kempten zur Eröffnung des Instituts für Energie- und Antriebstechnik (IEAT) eingeladen. Zu den rund 35 Gästen aus Politik, Wissenschaft und regionalen Unternehmen gehörten Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion Thomas Kreuzer sowie die Mitglieder des Landtages Thomas Gehring, Paul Wengert und Leopold Herz.
Mit Ausblick auf die Allgäuer Berglandschaft in der Allgäu Lounge der Hochschule Kempten begrüßte Hochschulpräsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt den kleinen Kreis an geladenen Gästen zur Eröffnung des Instituts für Energie- und Antriebstechnik. Der Hochschulpräsident hob den Erfolg der Hochschule in den vergangen Jahren hervor und zählte das Ereignis als weiteren Meilenstein zum Aufbau der angewandten Forschung auf. Die Betonung lag auf der Bündelung von Kompetenzen, um diese nach außen zu tragen sowie Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu fördern.
Schmidt wies darauf hin, dass das Institut ganz ohne finanzielle Mittel aus Töpfen des Ministeriums auf die Beine gestellt wurde. Es dient nicht zuletzt dazu, die Sichtbarkeit zu steigern und damit die Chancen der Hochschule bei der Einwerbung von Drittmitteln zu verbessern.
„Wie die Faust auf‘s Auge“ beschrieb Oberbürgermeister Thomas Kiechle die Zusammenführung von gebündelten wissenschaftlichen Kompetenzen mit regionalen Produkten und Dienstleistungen. Er gratulierte der Hochschule Kempten zum neuen Institut und war sichtlich stolz auf die Hochschule, die sich zu einer der bedeutendsten Einrichtungen der Stadt Kempten entwickelt hat.
Insbesondere die Ausrichtung der angewandten Forschung verdient, laut Kiechle, zweifellos großen Respekt und wird durch das neue Institut verstärkt. Kiechle unterstreicht, dass eine Bündelung von Kompetenzen in Form dieser zukunftsweisenden Einrichtung für Nachhaltigkeit und Wachstum in der Region sorgt und eine aktive Wirtschaftsförderung darstellt.
Das Stichwort für Prof. Dr. Biffar, um das neue Institut dem Publikum vorzustellen, war somit gefallen. Er ist selbst einer der acht Professoren, die mehrjährige Industrieerfahrung in der Energie- und Antriebstechnik vorweisen können und ein spezielles Fachgebiet vertreten. Die beteiligten Professoren und Mitarbeiter bieten vielfältiges Know-how zu energie- und antriebstechnischen Fragestellungen – von der Komponentenauslegung bis zur Systemanalyse, von der Auslegung bis zur Betriebsführung von Anlagen sowie von der technischen bis zur wirtschaftlichen Bewertung von Energietechnologien und -systemen. Das Institut steht zur Verfügung für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die Erstellung von Studien und Versorgungskonzepten sowie Beratung und Weiterbildung.
Prof. Dr. Finkenrath veranschaulichte anhand von aktuellen Projekten zwischen dem Institut und diversen Unternehmen, wie der Know-how-Austausch von statten geht. Im neuesten Projekt KWK-Flex beabsichtigt die Hochschule Kempten mit zwei assoziierten gewerblichen Partnern, den Fernwärmeversorgern und Stadtwerken Fernwärme Ulm GmbH (FUG) und ZAK Energie GmbH (ZAK), innovative technische und wirtschaftliche Flexibilisierungskonzepte für klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zu entwickeln. Das innovative Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.