Prof. Dr. h.c. Hermann Heiler erneut zum Präsidenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gewählt

Der Hochschulrat der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat (in seiner 42. Sitzung vom 20. März 2013) Prof. Dr. h.c. Hermann Heiler erneut zum Präsidenten der HSWT bestimmt.

Der Vorsitzende des Hochschulrats, Jakob Opperer (recht, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft) gratuliert Präsident Prof. Dr. h.c. Hermann Heiler.

Heiler tritt ab dem 1. Oktober 2013 seine dritte Amtsperiode an. Seine Erfahrungen aus der rasanten Entwicklung der Hochschullandschaft in den vergangenen Jahren wird er auch künftig für die Weiterentwicklung der HSWT nutzen. Themen wie Qualität der Lehre, Forschung, Internationalisierung und Gleichstellung sollen nach dem quantitativen Ausbau in der Vergangenheit nun vermehrt qualitativ angegangen werden.

Ein kurzer Rückblick: 2005 wird Heiler erstmals zum Präsidenten gewählt. Damals studieren 3940 junge Menschen an der Fachhochschule Weihenstephan. Vier Jahre später ändern sich das Bayerische Hochschulgesetz und der Name der Hochschule. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf verpflichtet sich dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gegenüber zum Ausbau der Studierendenzahlen um 40 Prozent - 5670 Studierende sind im Wintersemester 2012/13 immatrikuliert. Neben der Ausbauplanung kommen die Programme "Kopfgeld 10.000" sowie das "Wehrpflichtsonderprogramm" hinzu. Die Zahl der Mitarbeiter wird deutlich erhöht. Das Studienangebot wird um die Bereiche erneuerbare Energien, Ernährung, Wassertechnologie und Brau- und Getränketechnologie erweitert, alle Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt. Mit Neufassung des Hochschulgesetzes wird die Hochschule zudem beauftragt, Forschung und Entwicklung zu etablieren und auszubauen. Die Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan wird zum 1. Oktober 2012 integriert, ein neues Zentrum für Forschung und Weiterbildung entsteht. Dort sollen künftig Projekte aus allen an der Hochschule vertretenen Disziplinen realisiert werden. Heute nimmt die HSWT bei nationalen Forschungsprojekten eine Spitzenstellung ein, rangiert beim Einwerben von EU-Drittmitteln gar auf Platz eins.

"Für eine qualitativ hochwertige Lehre ist der gezielte Ausbau der Forschungskooperationen unabdingbar." Denn die Erfahrung zeige, dass nach fünf Jahren das vorhandene Wissen technisch überholt sei. Das gelte auch für das Wissen der Professorinnen und Professoren, die "zwar alle mit Praxiserfahrung an unsere Hochschule berufen werden, jedoch nur durch intensiven Kontakt mit der Wirtschaft up to date bleiben können."  Weiterhin habe der Praxisbezug höchsten Stellenwert im Studium.

In den kommenden Jahren möchte Heiler seine Vision einer "kleinen, aber feinen" Hochschule umsetzen. "Damit meine ich, dass die Hochschule zwar möglichst vielen Studieninteressierten einen Studienplatz anbieten soll, jedoch nicht lediglich aus Prestigegründen eine hohe Zahl an Studierenden anstrebt. Die Hochschule sollte dem Ziel Qualität vor Quantität einen sehr hohen Stellenwert einräumen." Auch solle die Zahl der Studienabbrecher reduziert werden - durch ein erweitertes Beratungsangebot, vermehrtes Bewerben der Studiengänge und den Ausbau von Vorkursen und Mentoring in so genannten Hürdenfächern.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf kooperiert mit zahlreichen internationalen Hochschulen. Der Internationale Masterstudiengang Agrarmanagement wurde als einer der zehn besten Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen ausgezeichnet. Die Hochschule selbst erhielt den Erasmus Award, da überdurchschnittlich viele Studierende ins Ausland gehen. Doch nach wie vor gelinge es nur bedingt, ausländische Studierende an die HSWT zu bringen. Künftig sollen daher im Sommersemester englischsprachige Module angeboten werden, die ausländische Studierende individuell zu einem theoretischen Semester zusammenstellen können.

Bei der Gleichstellung von Studierenden nimmt die HSWT eine Spitzenstellung sein. "Unter den Hochschulen mit Ingenieurstudiengängen finden wir uns auf Platz drei mit einer Quote von 50 Prozent Studentinnen wieder. Um über einen Mittelplatz bei der Quote der Professorinnen hinaus zu kommen, muss sich unsere Hochschule verstärkt engagieren." So soll ein Gleichstellungskonzept erarbeitet werden, um am Professorinnenprogramm des Bundes teilnehmen zu können, das eine Vorfinanzierung von Stellen für Professorinnen vorsieht.

"Die HSWT hat das Potenzial, in ihren spezifischen Themenfeldern die erste Anlaufstelle für Studium und angewandte Forschung in Deutschland zu werden. Auf diesem Weg würde ich die Hochschule in den nächsten vier Jahren gerne begleiten."

 

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