Innovative Ideen für mehr erfolgreiche MINT-Absolventen

Neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften überzeugen mit ihren Konzepten und wurden in das Projekt „Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen“ aufgenommen.

Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (vordere Reihe dritter von links) überreichte die Förderurkunden an die Vertreter der erfolgreichen Hochschulen.

"Jeder Studienabbruch ist bedauerlich. Die Fallzahlen müssen verringert werden, ohne die hohe Qualität der Ausbildung an den bayerischen Hochschulen herabzusetzen. Denn hinter jedem Studienabbrecher versteckt sich nicht nur ein volkswirtschaftlicher Verlust, sondern in erster Linie ein menschliches Schicksal." Mit wenigen Sätzen umschreibt Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, die Ziele des Projekts "Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen".

Hochschulen für angewandte Wissenschaften erfolgreich

Mit dem Vorhaben des bayerischen Wissenschaftsministeriums, das durch die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme und vbm sowie der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. gefördert wird, soll langfristig eine Absenkung der Abbrecherquote in den MINT-Studienfächern und damit eine größere Zahl erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen angestrebt werden. Insgesamt beteiligten sich an der Ausschreibung 23 Hochschulen mit 29 Anträgen. 13 Vorhaben wurden daraus für eine Förderung ausgewählt, davon allein neun Projekte von Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Neben der Georg-Simon-Ohm-Hochschule erhalten nun die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Amberg-Weiden, Aschaffenburg, Augsburg, Coburg, Deggendorf, Hof, München und Weihenstephan-Triesdorf jeweils insgesamt 90.000 Euro, verteilt auf einen Zeitraum von drei Jahren.

Hohe Qualität der Anträge

Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch lobte bei der Urkundenverleihung Ende Juli die durchwegs hohe Qualität der eingegangenen Anträge. Er zeigte sich davon überzeugt, nicht nur punktuell, sondern ganzheitlich den Herausforderungen des Studienabbruchs begegnen zu müssen. "Im aktuellen Projekt betten wir daher die Einzelmaßnahmen in ein schlüssiges Gesamtkonzept ein", so Heubisch abschließend.

Vielfältige Konzepte

Viele Hochschulen für angewandte Wissenschaften setzen in ihren Konzepten neben dem Einsatz moderner Lernformen wie Blended- oder E-Learning zunehmend auf die gezielte horizontale und vertikale Vernetzung der Studierenden. Gegenseitige Hilfe bei Studienmanagement und Wissenserwerb trägt gerade auch in den MINT-Fächern erheblich zum individuellen Studienfortschritt bei. In "Offenen Matheräumen" haben die Studierenden beispielsweise die Möglichkeit, die Inhalte der Vorlesungen von, auch studentischen, Tutoren betreut zu vertiefen. Darüber hinaus soll in einigen Projekten der persönliche Lernfortschritt der Studierenden durch den Einsatz von Online-Self-Assessments engmaschig überwacht werden. Der Besuch zusätzlicher Brückenkurse und Tutorien kann dann der zeitnahen Reaktion auf mögliche Defizite dienen.

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