Im Studienalltag gilt es für Studierende mit Behinderung immer wieder Barrieren zu überwinden – sowohl realer Natur als auch im Kopf. Die Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung an bayerischen Universitäten und Hochschulen setzen sich dafür ein, genau diese Barrieren abzubauen. Vergangene Woche trafen sie sich zu einem Gedankenaustausch an der Hochschule Rosenheim. Der Einladung des Präsidenten der Hochschule Rosenheim, Prof. Heinrich Köster, der Beauftragten der bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, und des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst waren insgesamt 25 TeilnehmerInnen gefolgt.
Rosenheim, 24. Mai 2012. Im Rahmen des Treffens wurde das Konzept der bayerischen Staatsregierung zur „Inklusiven Hochschule“ vorgestellt und kontrovers diskutiert. Dabei konnten viele Anregungen der Hochschulbeauftragten eingearbeitet werden. Landtags-abgeordnete Eva Gottstein verglich die Konzeptfindung zur „Inklusiven Hochschule“ mit der Entwicklung der „Inklusiven Schule“ und verwies darauf, dass für die Schulen inzwischen 100 neue Lehrerstellen geschaffen wurden. Jedoch sei erkennbar, dass bisher keine Haushaltsmittel zur Verwirklichung der „Inklusiven Hochschule“ verfügbar sind.
Ein weiteres Thema des Gedankenaustausches waren die verschiedenen Möglich-keiten der Zusammenarbeit mit den Trägern der örtlichen Offenen Behinderten-arbeit. Christine Mayer, Behindertenbeauftragte der Stadt Rosenheim, und Jakob Brummer, Caritas Rosenheim, stellten Beispiele aus der Praxis vor. „Hier können wir bereits auf eine gute Zusammenarbeit zurückblicken“, so Prof. Dr. Stefan Schneeberger, Behindertenbeauftragter der Hochschule Rosenheim.
Das nächste Treffen der Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung der bayerischen Hochschulen findet auf Einladung von Oliver Jörg, MdL, in den Räumen des Bayerischen Landtags statt.