Vom 1. Oktober 1988 bis zum 30. September 2000 leitete er die Geschicke der Hochschule Augsburg. Am 15. Oktober verstarb der ehemalige Präsident der Hochschule, Prof. Dr. h.c. Hans Benedikt, im Alter von 76 Jahren in Augsburg. Die Hochschule verliert mit Prof. Benedikt eine ihrer markantesten Persönlichkeiten, die mit viel Engagement die wesentlichen Grundlagen für den heutigen Aufstieg der Hochschule legte.
Hans Benedikt wurde am 17. Juni 1936 in München geboren. Dem Diplomstudium zum Elektroingenieur am Polytechnikum in München sowie an den Technischen Hochschulen in Aachen und München folgte von 1963 bis 1967 eine vierjährige Zeit als Assistent am Institut für Mess- und Regelungstechnik der Technischen Hochschule München. Am 1.12.1967 begann Benedikt dann seine Dozententätigkeit am Rudolf-Diesel-Polytechnikum in Augsburg, der Vorgängereinrichtung der heutigen Hochschule für angewandte Wissenschaften. 1971 wurde er zum Professor an der neu gegründeten Fachhochschule Augsburg berufen.
Ab 1.10.1985 leitete er als Vizepräsident die Geschicke der Fachhochschule mit, bevor er mit Wirkung zum 1.10.1988 durch den damaligen Kultusminister der Freistaats, Hans Meier, zu ihrem Präsidenten bestellt wurde. Seine Amtszeit endete nach 12 Jahren am 30. September 2000. Nicht nur, dass Prof: Benedikt sich während seiner Amtszeit mit allen Kräften für die Hochschule und deren Wohl einsetzte, auch im Ruhestand blieb er der Hochschule als Mitglied des Fördervereins, Ratgeber und gern gesehener Gast bei Hochschulveranstaltungen verbunden. Die Internationalisierung der Hochschule war ihm von Anfang an ein großes Anliegen. Ihm ist es zu verdanken, dass die Hochschule Augsburg heute mit mehr als 100 internationalen Partnern Kooperationen pflegt.
„Ich verdanke Hans Benedikt sehr viel. Seine Beharrlichkeit und zugleich sein humorvoll-bayerisches Wesen waren für mich als Vizepräsident beeindruckend“, sagt Prof. Hans-Eberhard Schurk, amtierender Präsident der Hochschule Augsburg und von 1998 bis 2000 Vizepräsident der Fachhochschule unter Prof. Benedikt. „Als unermüdlicher Kämpfer für die Sache der Hochschule hat er das Ansehen der Institution entscheidend vorangebracht,“ sagt Schurk.
Die Hochschule wird Prof. Benedikt ein ehrendes Andenken bewahren.