Amtsübergabe an der Hochschule München: Wissenschaftsminister Blume würdigt Prof. Martin Leitner und begrüßt Prof. Sonja Munz als neue Präsidentin

Leitner erhält „Pro meritis scientiae et litterarum“ für herausragende Verdienste – Blume: „Kapitän, Lotse und starke Stimme der angewandten Wissenschaften“ – Munz übernimmt nach zehn Jahren als Vizepräsidentin für Forschung die Spitze von Bayerns größter Hochschule für angewandte Wissenschaften

Wissenschaftsminister Markus Blume (Mitte), Professor Dr. Martin Leitner (links) und Professorin Sonja Munz (Bild: Axel König/StMWK)

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hat den langjährigen Präsidenten der Hochschule München, Prof. Dr. Martin Leitner, mit der Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ geehrt. Blume überreichte die Auszeichnung am Montag im Rahmen der feierlichen Amtsübergabe an der Hochschule München. Leitner stand der Hochschule seit 2016 als Präsident vor. Zum 1. Oktober hat Prof. Dr. Sonja Munz die Präsidentschaft übernommen. Die bisherige Vizepräsidentin für Forschung gehört der Hochschule bereits seit 2009 als Professorin an.

Wissenschaftsminister Markus Blume: „Martin Leitner hat ein Jahrzehnt lang mit Leidenschaft, Weitblick und enormer Gestaltungskraft den Kurs der Hochschule München geprägt. Aus dem ‚Tanker‘, von dem er bei seinem Amtsantritt selbst gesprochen hat, ist unter seiner Führung ein echtes Flaggschiff der angewandten Wissenschaften geworden. Sieben Forschungsinstitute, acht Promotionszentren und Platz eins im bundesweiten Gründungsradar zeigen: Martin Leitner hat Forschung massiv gestärkt, Transfer groß gedacht und Zukunftstechnologien konsequent vorangetrieben. Mit KI, Digital Health und Aerospace hat er die Hochschule konsequent auf Zukunftskurs gebracht – heute zählt die HM mehr als 19.000 Studierende. Dabei war er nie nur Kapitän seiner eigenen Hochschule, sondern immer auch Lotse für die gesamte HAW-Landschaft. Mit dem ‚Pro meritis scientiae et litterarum‘ sagen wir Danke für zehn Jahre voller Tatkraft, Ideen und Leidenschaft für die Wissenschaft in Bayern – herzlichen Glückwunsch!“

Zehn Jahre Aufbruch an der Hochschule München

Leitner setzte während seiner Amtszeit insbesondere auf den Ausbau von Forschung, Transfer und Entrepreneurship. 2016 führte die Hochschule das Amt eines Vizepräsidenten für Wirtschaft ein, 2025 eröffnete sie das Transfer- und Innovationszentrum im Oberland (TIZIO). Die HM entwickelte sich konsequent zur ‚Entrepreneurial University‘. Allein 2025 gingen 39 Ausgründungen aus der HM hervor. Auch in der Lehre setzte die Hochschule neue Akzente: Mit dem Forschungs- und Innovationslabor Digitale Lehre und dem Bayerischen Kompetenzzentrum für Digitale Prüfungen trieb sie innovative Lehr- und Prüfungsformate voran. Als eine der ersten Hochschulen definierte die HM zudem Künstliche Intelligenz als Standardinstrument für die Lehre.

Auch über die Hochschule München hinaus engagierte sich Leitner über viele Jahre für die Weiterentwicklung und die Interessen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Blume weiter: „Martin Leitners Wirkung reicht weit über die Hochschule München hinaus. Ob in der Hochschulrektorenkonferenz, bei Hochschule Bayern oder bei BayZiel: Mit großer Erfahrung, klarem Kompass und dem Anspruch, etwas zu bewegen, hat er den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und Deutschland eine starke Stimme gegeben. Die Messlatte liegt hoch – und das ist das schönste Vermächtnis eines erfolgreichen Präsidenten. Jetzt bleibt hoffentlich auch wieder etwas mehr Zeit für Musik, John Wayne und die schwarze Piste!“

Vom Mathematiker zum Hochschulpräsidenten

Prof. Dr. Martin Leitner studierte Mathematik und Informatik an der Technischen Universität München und wurde dort 1989 promoviert. Nach beruflichen Stationen unter anderem am Klinikum rechts der Isar, am heutigen Helmholtz Munich, Siemens und der Hochschule Ulm war er von 2005 bis 2012 Geschäftsführer der HIS Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover. Seit 1997 war Leitner – mit Unterbrechung – Professor für Mathematik und Informatik an der Hochschule München. Dort war er unter anderem Dekan und Mitglied des Senats, bevor er 2016 das Präsidentenamt übernahm.

Sonja Munz übernimmt das Steuer

Im Rahmen der Feierstunde übergab Prof. Dr. Martin Leitner den Stab an Prof. Dr. Sonja Munz. Mit ihr hat zum 1. Oktober eine langjährige Kennerin der Hochschule München die Präsidentschaft übernommen. Munz studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte an der Universität Augsburg. Seit 2009 ist sie Professorin an der HM. Nach Stationen als Studiendekanin und Dekanin war sie seit 2016 Vizepräsidentin für Forschung. Sie steht für wissenschaftliche Kompetenz, Führungserfahrung, großes Engagement und Teamgeist.

Blume zur neuen Präsidentin: „Mit Sonja Munz übernimmt eine erfahrene Führungspersönlichkeit das Steuer, die die Hochschule München bestens kennt. Als Vizepräsidentin für Forschung hat sie den Erfolgskurs der HM in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich mitgeprägt. Sie ist in der Wissenschaft hervorragend vernetzt und auch international zu Hause – beste Voraussetzungen, um auf einem starken Fundament mit eigenen Akzenten weiterzubauen. Ihr Ziel ist klar: eine Hochschule, die Räume öffnet, Menschen befähigt und Innovation ermöglicht. Liebe Frau Munz, ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand, viel Erfolg und freue mich auf unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit!“

„Pro meritis scientiae et litterarum“

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel dieser Ehrung ist neben der Würdigung dieser Persönlichkeiten, Kultur als Einheit zu begreifen: Wissenschaft und Kunst sollen als zwei Seiten derselben Medaille wahrgenommen werden. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.

Quelle: StMWK

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