Hochschule dual feiert in diesem Jahr das 10-jährige Bestehen der Initiative und lud aus diesem Anlass am Freitag, 25. November 2016 zur Fachtagung „10 Jahre hochschule dual“ an die Hochschule Landshut ein. Der Tag stand ganz unter dem Motto „Qualitätsentwicklung im dualen Studium – Verzahnung der Lernorte“.
Hochschule dual steht als Dachmarke für das duale Studium in Bayern für ein Erfolgsmodell, das exzellente Hochschulausbildung und qualifizierte berufliche Praxis miteinander verbindet. Daher war es der Initiative ein besonderes Anliegen, das Jubiläum für die Vernetzung der zentralen Akteure im dualen Studium zu nutzen. In Workshops diskutierten neben Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kammern die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Hochschulvertreter aus anderen Bundesländern die inhaltliche, organisatorische und zeitliche Verzahnung im dualen Studium. Ergebnis der inhaltlichen Arbeit sind gemeinsam entwickelte Handlungsempfehlungen, die Hilfestellung geben, Lösungen für die bevorstehenden Herausforderungen zu finden.
Staatssekretär Sibler würdigt Erfolg der Dachmarke hochschule dual
„Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist ein zentrales Zukunftsthema unserer Gesellschaft. Dabei ist die enge Verknüpfung von Studium und Praxis bereits heute ein Markenzeichen unseres Bildungssystems in Bayern. Das duale Studium ist dabei ein besonders wichtiges Bindeglied für das Zusammenwirken von hervorragender Hochschulbildung mit anspruchsvoller beruflicher Praxis“, betonte Staatssekretär Sibler. Der Bedarf an qualifizierten und leistungsmotivierten Fach- und Führungskräften nimmt in Bayern stetig zu.
Dazu führte Staatssekretär Sibler an, dass Unternehmen und Betriebe einen hohen Bedarf an Fachkräften mit akademischer Ausbildung hätten, die theoretische und praktische Ausbildung eng miteinander verzahne. „Durch die Studienmodelle der Marke hochschule dual profitieren Studierende und Unternehmen gleichermaßen: Die Absolventen erfüllen durch die Verbindung von vertieften Fachkenntnissen und Praxiserfahrung ideal die Anforderungen der Berufswelt“, lobte Staatssekretär Sibler das bayerische duale Modell.
Positive Entwicklung im dualen Studium geht weiter
Die positive Einschätzung aller zentralen Akteure schlägt sich in den Zahlen nieder. Waren es 2006 rund 650 dual Studierende, können heute die knapp 7.000 Studentinnen und Studenten in über 200 Studiengängen an den 20 kooperierenden Hochschulen dual studieren. Das duale Studium ist attraktiv – zum einen für die Studieninteressierten, aber auch für die rund 1.200 Unternehmenspartner von hochschule dual. Und die positive Entwicklung der Zahlen setzt sich fort. Die Zahl der dual Studierenden nahm vom Wintersemester 2014/15 zum Wintersemester 2015/6 um 11 Prozent zu.
Qualitätssicherung und -entwicklung im dualen Studium als ein Zukunftsthema
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten einig, dass man sich wünschen würde, durch eine bessere Verzahnung der Lernorte die Qualität im dualen Studium zu sichern und sich zusammen noch stärker den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. „Die Workshop-Ergebnisse zeigen, wie wichtig Qualitätssicherung und -entwicklung und darüber hinaus die Vernetzung der zentralen Akteure sind, um auch in Zukunft die Marktanforderungen hervorragend erfüllen zu können.“, fasste Prof. Dr. Karl Stoffel, Leiter von hochschule dual und Präsident der Hochschule Landshut eine der erarbeiteten Handlungsempfehlungen zusammen.
Ein paar Fakten zur Geschichte
Hochschule dual wurde 2006 auf Initiative von Hochschule Bayern e.V., einem Zusammenschluss aller bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, mit der Zielsetzung das duale Studium in Bayern aufzubauen und zu etablieren, gegründet. Unterstützt wurde die Gründung durch das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Zu dieser Zeit studierten rund 650 duale Studierende in Bayern. Diese Zahl konnte bis heute mehr als verzehnfacht werden: knapp 7.000 Studentinnen und Studenten studierten im Wintersemester 2015/16 an einer der 20 Kooperationshochschulen von hochschule dual. Geleitet wurde hochschule dual zehn Jahre lang von Prof. Dr. Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule Kempten, bevor die Leitung im Frühjahr 2016 an Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut übergeben wurde. Die Geschäftsführung liegt bei Frau Amelie Zimmermann, die die Geschäftsstelle von hochschule dual mit fünf Mitarbeitern in München führt.
Über hochschule dual
Hochschule dual bündelt das Angebot von 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften, zwei Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft und der Hochschule Ulm in Baden-Württemberg. hochschule dual als Dachmarke mit einheitlichen Qualitätsstandards kommuniziert und betreut das gesamte duale Angebot der 20 Kooperationshochschulen. Die Initiative bündelt dabei nicht nur das gesamte duale Studienangebot durch eine zentrale Informationsplattform, sondern agiert auch als Servicestelle für Hochschulen, Studieninteressierte und Unternehmen. Als Hilfestellung für alle Interessierte betreibt hochschule dual eine Datenbank, die neben den dualen Studienmöglichkeiten auch kooperierende Unternehmenspartner und freie Plätze in Unternehmen und Betrieben anzeigt. Diese Datenbank ist einmalig und bietet als Einzige die Möglichkeit, sich allumfassend über die dualen Studienmöglichkeiten in Bayern zu informieren. Alle Angebote und Dienstleistungen von hochschule dual haben zum Ziel das duale Angebot in Bayern auszubauen und weiter bekannt zu machen. Finanziert wird hochschule dual vom Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst und wird dabei durch die vbw – Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern unterstützt. Weitere Informationen unter www.hochschule-dual.de.