Hochschulpolitischer Austausch über Landesgrenzen hinweg

Hochschule Bayern veranstaltet Netzwerktreffen deutscher Verbünde der Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

An der Technischen Hochschule Nürnberg kamen Vertreterinnen und Vertreter von HAW-Verbünden aus ganz Deutschland zu einem Hochschulnetzwerktreffen zusammen.

„Neben länderspezifischen Themen wird Hochschulpolitik durch zahlreiche bundespolitische Aspekte geprägt. Der konstruktive Austausch der Hochschulen über die Grenzen der Bundesländer hinweg, stellt gerade angesichts der im nächsten Jahr anstehenden Bundestagswahl eine notwendige Ergänzung der einzelnen Aktivitäten in den Ländern dar“, sagte Prof. Dr. Uta M. Feser, Vorsitzende von Hochschule Bayern und Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm anlässlich des ersten LRK-Netzwerktreffens Mitte November. Hochschule Bayern, der Zusammenschluss der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) hatte in enger Abstimmung mit Prof. Dr. Karim Khakzar, Sprecher der HRK-Mitgliedergruppe FH und Präsident der Hochschule Fulda, Vertreterinnen und Vertreter von HAW-Hochschulverbünden an die Technische Hochschule Nürnberg geladen. Prof. Dr. Ralph Stengler, Vorsitzender HAW Hessen und Präsident der Hochschule Darmstadt sowie Prof. Dr. Marcus Baumann, Vorsitzender Hochschule NRW sowie Rektor der Fachhochschule Aachen folgten der Einladung aus Bayern, ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Geschäftsstellen der Hochschulverbünde in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Aus Bayern komplettierten Prof. Dr. Walter Schober, stellvertretender Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt sowie die Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Baier (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg), Prof. Dr. Michael Braun (Technische Hochschule Nürnberg) und Prof. Dr. Jürgen Lehmann (Hochschule Hof) den Teilnehmerkreis. Ziel der Netzwerkveranstaltung war es, gemeinsame Positionen der Hochschulverbünde in ausgewählten Handlungsfeldern zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Karrierewege an HAW

Hohen Bedarf erkannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens an der Etablierung eines Programms zur Gewinnung von Nachwuchsprofessoren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. HAW-Professorinnen und Professoren benötigen mit der Promotion und einer mindestens dreijährigen qualifizierten Tätigkeit außerhalb der Hochschule ganz spezielle Berufungsvoraussetzungen, die in bestimmten Fachbereichen noch von zu wenigen Nachwuchskräften direkt erfüllt werden. Die Etablierung strukturierter Karrierewege auch an HAW wurde auf dem Netzwerktreffen als eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Personalpolitik der Hochschulen angesehen.

Stärkung der Forschungsstrukturen an HAW

Die HAW übernehmen mit der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag. Ihre Transferleistungen kommen so etwa direkt der Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen zu Gute. In der Forschungsfinanzierung zeichnet sich bundesweit jedoch ein deutliches Ungleichgewicht zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung ab. Einhellig empfahlen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens daher eine markante Steigerung der HAW-Forschungsgrundfinanzierung und eine massive Stärkung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der HAW. Als wesentliche Voraussetzung für letzteres wird eine angemessene und anwachsende Berücksichtigung innovationsorientierter Forschung in den verschiedenen Institutionen und Programmen zur Forschungsförderung, etwa der DFG, angesehen.

Hochschulpakt

Angesichts einer gleichbleibend hohen Nachfrage nach Studienplätzen an HAW gehen die Hochschulen von weiterhin hohen Studienanfängerzahlen aus. Auch das aktuelle Einschreibeverhalten bestätigt das hohe Interesse an akademischer Hochschulbildung. Eine Fortsetzung des Hochschulpakts zwischen Bund und Ländern über das Jahr 2020 hinweg, erachteten die Hochschulvertreterinnen und – vertreter aus den vier Flächenländern daher als dringendes Erfordernis. Das Geld vom Bund müsse hier direkt den Studierendenströmen folgen und durch die Länder unmittelbar und vollumfänglich an die Hochschulen weitergereicht werden.

Fortsetzung des hochschulpolitischen Dialogs

„Das Gespräch suchen, von den Erfahrungen der Partner lernen und gemeinsame Positionen entwickeln - dieser hochschulübergreifende Dialog stärkt die HAW und ihre Sichtbarkeit in ganz Deutschland wesentlich,“ fasst Prof. Dr. Feser die Ergebnisse des Netzwerktreffens zusammen. Einhellig befürworten die Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus ganz Deutschland den hochschulverbundübergreifenden Austausch, über das erste Initialtreffen hinaus, regelmäßig fortzusetzen.

Bild v.l.: Elke Braun, Benjamin Peschke, Präsident Prof. Dr. Jürgen Lehmann, Lena von Gartzen, Rektor Prof. Dr. Marcus Baumann, Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsident Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident Prof. Dr. Walter Schober, Dörte Brickwedde

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