Exzellenz neu gedacht

Staatssekretär Bernd Sibler zu Gast bei Hochschule Bayern e.V.

Anfang Juli trafen sich auf Schloss Hohenkammer die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu der traditionellen Sommerklausur von Hochschule Bayern. Als Gast durfte der Hochschulverbund diesmal Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, begrüßen.

Gleich zu Beginn lobte StS Sibler die dynamische Entwicklung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in den letzten 10 Jahren. Er dankte den Hochschulen für ihre große Unterstützung bei der Bewältigung des doppelten Abiturjahrgangs. Der starke Anstieg bei den Studierendenzahlen sei nur durch die deutliche Übererfüllung der Ausbauziele durch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu leisten gewesen. Er betonte: „Wir werden die Hochschulen für angewandte Wissenschaften insgesamt in ihrer Entwicklung weiter unterstützen.. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbauplanung ist nun auch wieder mehr Spielraum für andere Projekte.“

Verbundpromotion

„Mit dem Modell der bayerischen Verbundpromotion unter dem Dach des neu zu errichtenden Bayerischen Wissenschaftsforum (BayWISS) haben Bayerns Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Betreuung von Promovenden unternommen“, ergänzte Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg. Er mahnte zugleich, dass ohne gesicherte Finanzierung und weitere landespolitische Unterstützung die geplanten Verbundkollegs nicht mit Leben gefüllt werden könnten.

Neuer Exzellenzbegriff

„Auch im Bund wird derzeit mit der Weiterführung der Exzellenzinitiative nach 2017 und dem Pakt für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an wichtigen Weichenstellungen gearbeitet“, erinnerte Prof. Dr. Michael Braun. In diesem Zusammenhang gelte es auch einmal über den Begriff der Exzellenz nachzudenken. „Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften verstehen sich nicht als Breite, wir sind in vielen Bereichen, etwa der angewandten Forschung und dem Technologietransfer, Spitze“, verdeutlichte Prof. Dr. Braun. „In der Forschung und im Profil gestärkt – etwa durch eine Beteiligung an der Exzellenzinitiative, der Umsetzung des angekündigten Ausbaus der FH-Förderprogramme oder einer Mitwirkung an der Nachwuchsinitiative - sind die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften bereit, sich jedem Wettbewerb zu stellen.“ Staatssekretär Sibler griff den Gedanken auf und sprach sich dafür aus, den Vorschlag von Hochschule Bayern zur Förderung strukturierter Karrierewege an Hochschulen für angewandte Wissenschaften auch auf bundespolitischer Ebene weiterzuverfolgen.

Verstärkte Profilbildung

Mit dem landesweiten Wettbewerb „Partnerschaft, Hochschule und Region“ und neuen Studienangeboten im ländlichen Raum ist die weitere Dezentralisierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorläufig abgeschlossen. Die Mitglieder von Hochschule Bayern regten im Austausch mit Herrn Staatssekretär Sibler daher an, wieder verstärkt über die zu Beginn der Legislaturperiode angekündigte Profilbildung der Hochschulen sowie einen themenoffenen Wettbewerb nachzudenken. P Braun merkte hier abschließend an: „Gerade die positiven dynamischen Innenwirkungen eines solchen Wettbewerbs bei der Profilschärfung einer Hochschule sind nicht zu unterschätzen.“

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