Festakt 10 Jahre Hochschule Bayern

Eine Dekade erfolgreiche Hochschulentwicklung

Hochschule Bayern begeht mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft den Festakt zum 10-jährigen Gründungsjubiläum in der Flugwerft Schleißheim bei München.

Die Veranstaltung

Vor zehn Jahren gründeten die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Nachfolge der damaligen Präsidenten und Rektorenkonferenz den Verein Hochschule Bayern. Über die gemeinsame Plattform ist es wie intendiert gelungen, die Sichtbarkeit und strategische Positionierung der bayerischen HAW zu erhöhen“, berichtete Prof. Dr. Uta M. Feser, Vorsitzende von Hochschule Bayern und Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm auf dem Festakt zum 10-jährigen Jubiläum der Konstituierung des Hochschulverbunds. Am 9. Mai kamen etwa 150 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in die Flugwerft Schleißheim bei München, um in den Ausstellungshallen des deutschen Museums den 10-jährigen Jahrestag der Vereinsgründung zu feiern.

Festrede von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle

Der bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, würdigte in seiner Festrede zum Gründungsjubiläum den Hochschulverbund: „Hochschule Bayern e.V. leistet eine wirkungsvolle Bündelung und Vertretung der Interessen der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen. Seine Vorstandsmitglieder sind für mich als Wissenschaftsminister wichtige Gesprächspartner für Leitentscheidungen im Hochschulwesen, etwa bei der Stärkung der angewandten Forschung, bei der Qualitätsentwicklung der Lehre, bei der wissenschaftsgestützten Regionalisierung von Hochschulangeboten, bei der Entwicklung der Verbundpromotion und bei Veränderungen des Hochschulrechts.“

Veränderungsprozesse der bayerischen Hochschullandschaft

„Hochschule Bayern ist ein Erfolgsmodell. Gemeinsam abgestimmt im Verbund gelingt den Hochschulen die erfolgreiche Mitgestaltung und Weiterentwicklung der bayerischen Hochschulpolitik. Nur gemeinsam geht es hoch hinaus.“ Prof. Dr. Feser spannte mit ihrem Verweis auf das Motto des Abends den Bogen zum Veranstaltungsort, der Flugwerft Schleißheim. Inmitten eines historischen, aber aktiven Flugplatzes gelegen, bietet sie einen Überblick über die Luftfahrtgeschichte. Genauso wie der Luftverkehr immer wieder innovativen Veränderungen unterworfen war, hat sich die bayerische Wissenschaftslandschaft insbesondere in den letzten zehn Jahren deutlich gewandelt. Die bayerischen HAW gehen aus diesen Umstrukturierungen gestärkt als wichtige bayerische Standortfaktoren hervor. Mit ihren wissenschaftlich fundierten, zugleich an den Bedarfen der Praxis und des Arbeitsmarktes orientierten Bachelor- und Masterstudiengängen schufen die Hochschulen attraktive und stark nachgefragte Angebote für Studieninteressentinnen und -interessenten. Aktuell nehmen so fast 40 Prozent der Erstsemester in Bayern ein Studium an einer HAW auf. Vor zehn Jahren waren dies erst etwas mehr als 30 Prozent. Mit der angewandten Forschung und Entwicklung sowie der Weiterbildung ergänzen neben der Lehre heute neue Aufgaben das Anforderungsspektrum der Hochschulen.

Zukunftsgestaltung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften

„Die bayerischen HAW und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren in Lehre, Forschung und akademischer Weiterbildung viel geleistet. Dafür danken wir allen Unterstützern. Gleichzeitig macht das große Engagement und die Vorleistung der HAW eine Diskussion über eine ressourcengestützte Untermauerung dieser Aktivitäten insbesondere im Bereich der angewandten Forschung notwendig“, merkte Prof. Dr. Walter Schober, stellvertretender Vorsitzender und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt am Rande des Festakts an. Moderiert von Tobias Ranzinger debattierten Staatsminister Dr. Spaenle und Prof. Dr. Schober mit Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands der Continental AG sowie Gisela Raab, Geschäftsführerin der RAAB Baugesellschaft, so auch über neue Impulse zur Zukunftsgestaltung der Hochschulen. Dabei standen die Themen Karrierewege von HAW-Absolventinnen und Absolventen, Regionalentwicklung und Technologietransfer sowie HAW-Forschungsförderung im Mittelpunkt des Gedankenaustausches.

Programm Festakt

Begrüßung
Prof. Dr. Uta M. Feser
Präsidentin Hochschule Neu-Ulm, Vorsitzende Hochschule Bayern e.V.

Festrede
Dr. Ludwig Spaenle
Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Podiumsdiskussion

  • Dr. Ludwig Spaenle
    Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
  • Helmut Matschi
    Mitglied des Vorstands, Division Interior, Continental AG
  • Gisela Raab
    Geschäftsführerin, RAAB Baugesellschaft
  • Prof. Dr. Walter Schober
    Präsident Technische Hochschule Ingolstadt, Stellv. Vorsitzender Hochschule Bayern e.V.

Moderation
Tobias Ranzinger

Impressionen

Stimmen zur Veranstaltung

"Hochschule Bayern e.V. steht für eine Erfolgsgeschichte"

Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle beim Festakt "10 Jahre Hochschule Bayern e.V." in Oberschleißheim

Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle würdigte heute den Zusammenschluss der 17 staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der drei Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft in Bayern in dem eingetragenen Verein "Hochschule Bayern". Minister Spaenle betonte bei dem Festakt zum 10jährigen Bestehen in Oberschleißheim: "Hochschule Bayern e.V. leistet eine wirkungsvolle Bündelung und Vertretung der Interessen der Bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen. Seine Vorstandsmitglieder sind für mich als Wissenschaftsminister wichtige Gesprächspartner für Leitentscheidungen im Hochschulwesen, etwa bei der Stärkung der angewandten Forschung, bei der Qualitätsentwicklung der Lehre, bei der wissenschaftsgestützten Regionalisierung von Hochschulangeboten, bei der Entwicklung der Verbundpromotion und bei Veränderungen des Hochschulrechts."

Die Entwicklung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften beschrieb Minister Spaenle als "Erfolgsgeschichte" im Flächenstaat Bayern; ihre Arbeit sei in Wissenschaft und Wirtschaft hoch angesehen. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften werben heute in Bayern rund 100 Millionen Euro im Jahr ein, 1996 waren es lediglich knapp 10 Millionen DM. Im gleich Zeitraum, also den vergangenen 20 Jahren, habe sich die Anzahl der Studierenden von rund 51.000 im Jahr 1996 auf über 110.000 im laufenden Studienjahr mehr als verdoppelt. Gründe für diesen Boom seien vor allem der hohe Praxisbezug, die intensive Betreuung der Studierenden durch ihre Professoren und Dozenten, ferner die guten beruflichen Perspektiven für die Absolventen und die Ausweitung der Studienangebote von Amberg-Weiden bis Würzburg-Schweinfurt. Das Studienangebot reiche von Geistes- und Sozialwissenschaften über die Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Studiengänge im Gesundheitswesen bis zu Wirtschaftswissenschaften.

Die Einführung der Verbundpromotion, bei der Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften eng zusammenarbeiten, eröffne Studierenden der Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen neuen und strukturierten Weg für eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung im Rahmen einer Promotion.

Quelle: StMBW, Dr. Ludwig Unger

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