Die Hochschule Coburg bekommt einen neuen Präsidenten

Die Amtszeit von Prof. Dr. Christiane Fritze als Präsidentin der Hochschule Coburg endet im März. Am Freitag wurde Prof. Dr. Stefan Gast vom Hochschulrat zum nächsten Präsidenten gewählt.

Die amtierende Präsidentin gratuliert ihrem Nachfolger: Prof. Dr. Christiane Fritze und Prof. Dr. Stefan Gast. Foto: Julian Uebe / Hochschule Coburg

Vor elf Jahren kam der Mainzer nach Coburg. Prof. Dr. Stefan Gast wurde Professor für Automobilmechatronik an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik, kurz darauf auch Ressortvorstand im Technologietransferzentrum Automobil Coburg (TAC), und bereits nach einem Jahr an der Hochschule übernahm er die Studiengangsleitung des Bachelor-Studiengangs Automobiltechnologie, den er bis heute leitet. Er wurde 2013 zum Faculty Advisor des Formula Student Teams CAT Racing der Hochschule Coburg und war von 2014 bis 2018 Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Entwicklung und Management im Maschinen- und Automobilbau. Seit 2017 ist er Dekan der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik. Der 51-Jährige kennt die Hochschule sehr gut. Und er hat ein zentrales Anliegen: „Unsere Zukunftsvision ist es, gemeinsam mit unseren Partnern die Hochschule zu neuer Exzellenz weiterzuentwickeln – mich reizt die Aufgabe, die Zukunft aktiv zu gestalten.“

Prof. Dr. Christiane Fritze hatte diese Aufgabe in den vergangenen fünf Jahren übernommen. Ihr war unter anderem wichtig, gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln und Technologietransfer stärker zu etablieren und das Thema Gesundheit voranzubringen. Heute engagiert sich die Hochschule hier in vielen Bereichen und mit verschiedenen Partnern und es wurde eine neue Fakultät „Ganzheitliche Gesundheitswissenschaften“ gegründet. „Aber“, sagt Fritze, „als wichtigsten Meilenstein sehe ich die Öffnung der Hochschule in die Region.“ Diese Entwicklung setzt sich fort im Strategieprozess, der unter Fritzes Leitung für die kommenden Jahre angestoßen wurde. Die 54-Jährige hat aus persönlichen Gründen nicht erneut für das Amt kandidiert und freut sich, mit Prof. Dr. Stefan Gast einen Nachfolger zu bekommen, dem die Region ebenfalls am Herzen liegt. Gast wurde am Freitag vom Hochschulrat gewählt, einem Gremium, das sich aus den zehn Mitgliedern des Senats der Hochschule und zehn externen Vertreterinnen und Vertretern zusammensetzt.

Der künftige Präsident hat in Kaiserslautern Maschinenwesen studiert und promoviert, hat zehn Jahre in Stuttgart in der Industrie gearbeitet, fühlt sich aber längst in Oberfranken zu Hause. Er lebt mit seiner Frau, drei Kindern und Hund in Coburg, spielt hier Tennis und Fußball und ist auch fachlich gut vernetzt, beispielsweise als Mitglied im Industrieausschuss der IHK zu Coburg. Als Dekan der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik hat er unter anderem den Masterstudiengang Autonomes Fahren am Studienort Kronach initiiert und dort den neuen Lucas-Cranach-Campus mit aufgebaut. In Lichtenfels ist er bekannt für sein Engagement in der Vorbereitung des Forschungs- und Anwendungszentrums für digitale Technologien (FADZ) und im dort geplanten Studiengang Additive Manufacturing and Lightweight Design. „Wir wollen die Zukunft im Innovationsdreieck Coburg, Kronach, Lichtenfels positiv und nachhaltig beeinflussen“, sagt er.

Gast spricht über innovative Lehr- und Lernformate, die für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule im Forschungs- und Bildungswettbewerb entwickelt werden und darüber, die Forschungs- und Transferaktivitäten für die Prägung der Region zu profilieren. „Insbesondere im hochaktuellen Kontext der digitalen Transformation und der Nachhaltigkeit.“ Er betont, dass er durch seine langjährige Mitwirkung in der erweiterten Hochschulleitung auch für Kontinuität in der Entwicklung der Hochschule stehe, wenn es beispielsweise um die großen Bauprojekte geht, die gemäß der Vision der Hochschule umgesetzt und ausgestaltet werden sollen. Ein Beispiel ist der neue Campus am ehemaligen Schlachthof und Güterbahnhof. Den nächsten wichtigen Schritt für die Entwicklung dieses Areals hat die amtierende Präsidentin Fritze noch auf ihrer Agenda, wie sie erklärt: „Ich möchte unbedingt noch den Projektantrag für die Sanierung unseres Gebäudes 2 nach München bringen.“

Formell rechtskräftig wird die Wahl nach einer Woche.

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