Bundesverdienstkreuz für ehemaligen Hochschulpräsidenten

Für seine großen Verdienste um die bayerische Hochschullandschaft händigte Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume gestern in München das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den ehemaligen Präsidenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten und früheren Leiter des Netzwerks „hochschule dual“ Prof. Dr. Robert F. Schmidt aus. Die Hochschule Kempten gratuliert Prof. Schmidt zu dieser hohen Ehre.

Bundesverdienstkreuz für ehemaligen Präsidenten der Hochschule Kempten Prof. Dr. Robert F. Schmidt (links) – Staatsminister Blume: Verdienste um Pionierarbeit für die bayerische Hochschullandschaft (©StMWK/AK)

„Denken, erfinden, umsetzen: Diesen Geist unserer Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben Sie als Präsident der Hochschule Kempten gelebt und verwirklicht. Als erster Leiter des Netzwerks ‚hochschule dual‘ haben Sie zudem Pionierarbeit für die gesamte bayerische Hochschullandschaft geleistet.“, so Wissenschaftsminister Blume in seiner persönlichen Ansprache.

Entwicklungen richtig vorhergesehen

Während Prof. Schmidts Amtszeit von 2002 bis 2019 hat sich die Zahl der Studierenden an der Hochschule Kempten von ca. 2.500 auf ca. 6.000 mehr als verdoppelt. Ebenso hat sich die Anzahl der Studiengänge von acht auf achtunddreißig beinahe verfünffacht. War die Hochschule bei seinem Amtsantritt noch eine reine Lehranstalt, ist sie nun mit fast 100 Forschungsprojekten zu Zukunftsthemen wie Energie, Mobilität, Produktion und soziale Innovationen eine Impulsgeberin für den Fortschritt im Hightech-Land Bayern. Als Präsident engagierte sich Prof. Schmidt unermüdlich, um durch einen Ausbau die dringend nötigen räumlichen Kapazitäten und damit optimale Studienbedingungen an der expandierenden Hochschule zu schaffen. Dabei gelang es ihm, politische und gesellschaftliche Entwicklungen vorherzusehen und daraus die richtigen Entscheidungen für die Ausrichtung der Hochschule Kempten abzuleiten. Sein Führungsstil war immer auf Zusammenarbeit ausgelegt.

Etablierung des dualen Studienmodells

Seit der Gründung des Netzwerks „hochschule dual“ 2006 war Prof. Schmidt zehn Jahre als dessen Leiter maßgeblich an der Etablierung des dualen Studienmodells in Bayern verantwortlich. Dieses kombiniert ein qualitativ hochwertiges Hochschulstudium mit dem Erwerb praktischer Fertigkeiten in der Wirtschaft. Unter der Leitung des studierten Wirtschaftswissenschaftlers hat sich die Zahl der dual Studierenden mehr als verzehnfacht und heute kooperieren über 1.600 Unternehmen in Bayern mit den Hochschulen. Als Gütesiegel für duale Studiengänge steht die Marke „hochschule dual“ somit für unverzichtbaren Wissenstransfer im Freistaat.

Große Verdienste im Ehrenamt

Darüber hinaus erwarb sich Prof. Schmidt große ehrenamtliche Verdienste im kirchlichen Bereich. Als Mitglied des Kirchenvorstands gestaltet er seit dem Jahr 2000 die Geschicke der St.-Mang-Kirchengemeinde in Kempten mit und ist seit 2003 1. Vorsitzender des Vereins „Freundeskreis St.-Mang-Kirche“, dessen Ziel die Erhaltung und Pflege der St.-Mang-Kirche sowie des geistlichen Lebens in ihr ist. Zudem ist er seit 2012 ehrenamtlich als Mitglied des Verwaltungsrats des „Diakonischen Werks / Johannisverein Kempten Allgäu e. V.“ aktiv, als dessen Vorsitzender er für die Wahlperiode 2017 bis 2022 gewählt wurde.

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