Zukunftsbild der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften: Hochschulen an die Spitze

Hochschule Bayern e.V. im Dialog mit dem bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Spaenle zur zukünftigen Entwicklung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Die Mitglieder von Hochschule Bayern e.V. mit Staatsminister Dr. Spaenle

Der Verbund der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Hochschule Bayern e.V., nutzte seine diesjährige Winterklausur Anfang Februar im Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen, um gemeinsam eine Vision der zukünftigen Entwicklung der bayerischen HAWs zu erarbeiten. Im Rahmen der Klausurtagung tauschten sich die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen HAWs vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl 2018 auch mit Staatsminister Dr. Spaenle sowie weiteren Vertretern des Staatsministeriums für Kultus, Wissenschaft und Kunst aus.

Für StM Dr. Spaenle gelten die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften heute „zurecht als Motoren von Innovation und gesellschaftlicher Entwicklung in Metropolen und Regionen“. Mit Blick auf die Zukunft „stehen die HAWs insbesondere für Durchlässigkeit und Bildungsgerechtigkeit. Sie leisten Enormes in der angewandten Forschung. Und es gelingt ihnen in vielfältiger Weise, die Wissenschaft in die Mitte der Gesellschaft zu stellen“ so StM Dr. Spaenle weiter.

Das Profil der Hochschulen für angewandte Wissenschaften gilt es daher weiter zu schärfen, um den Beitrag der HAWs zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen auszubauen. Erklärtes Ziel der durch die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen HAWs erarbeiteten Entwicklungsperspektiven ist es, die bayerischen HAWs an die bundesweite Spitze in den Feldern der praxisorientierten akademischen Qualifizierung sowie der angewandte Forschung  und des Transfers von Innovationen in die Gesellschaft zu führen. Die im bundesweiten Vergleich nicht zufriedenstellende Ausfinanzierung der bayerischen HAW schränkt diesen Prozess derzeit ein. Im Zuge einer notwendigen Nachsteuerung stehen 50 Jahre nach Gründung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften derzeit drei Handlungsfelder zur strategischen Weiterentwicklung im Vordergrund.

Ausbau der Forschungs-, Transfer- und Innovationskompetenz
Die bayerischen HAWs übernehmen mit ihrer Fokussierung auf die angewandte Forschung und den Transfer insbesondere in Kooperation mit klein- und mittelständischen Unternehmen eine Schlüsselrolle in der Stärkung der Innovationskraft von Regionen. Um diese zu stärken, hat der Landtag erste Schritte zur Schaffung von Forschungskapazitäten über zusätzliche Professorenstellen eingeleitet. Diesen Weg gilt es weiter auszubauen. Damit verbunden ist ebenso die Ausstattung der HAWs mit forschungsunterstützendem Personal.

Ausfinanzierung von zusätzlichen Masterstudienplätzen
Mit Blick auf die zunehmende Komplexität der Arbeitswelt und unter Berücksichtigung der verstärkten Nachfrage nach Masterstudiengängen an HAWs sind ein Ausbau und damit eine Ausfinanzierung der Nachfrage nach Masterstudienplätzen erforderlich. Der Fachkräftemangel im hochqualifizierten akademischen Bereich erfordert dazu auch eine weitere Internationalisierung der Hochschulen, um international Studierende nach Deutschland zu holen.

Ausgestaltung von digitalen Hochschul-Campus
Die Digitalisierung wird im Bereich von Lehre, Forschung und Hochschulverwaltung deutliche Veränderungen erfordern, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Dazu sind verstärkt Mittel für Infrastruktur und Personal im Bereich der Digitalisierung erforderlich. Die Entwicklung der Hochschulen in Richtung von  digitalen Hochschul-Campus ohne die Vorteile der Präsenzhochschulen als „sozialen Raum“ zu verlieren sehen die HAWs als strategisches Ziel.

„So gestärkt, sind die bayerischen HAW weiterhin Garanten für die Innovationsgestaltung ihres regionalen Umfelds“ so Prof. Dr. Uta M. Feser, Vorsitzende von Hochschule Bayern e.V. Die beschriebenen Ziele sind jedoch nicht von heute auf morgen zu erreichen. Seitens Hochschule Bayern wird zeitnah ein Vorschlag für einen Zukunftspakt erarbeitet und vorgestellt werden, um diese Ziele stufenweise zu verfolgen und zu erreichen.

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