Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle verleiht den Preis für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionsarbeiten von weiblichen Studierenden der Ingenieurwissenschaften an fünf Preisträgerinnen

„Preisträgerinnen sind wichtige Vorbilder für junge Frauen, die ihre berufliche Zukunft in den Ingenieurwissenschaften sehen“

v.l. Christina Obermaier und die bayerische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle. Quelle: StMWK

„Die heute geehrten Preisträgerinnen haben exzellente Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten in den Ingenieurwissenschaften verfasst und sind deshalb wichtige Vorbilder für junge Frauen, die ihre berufliche Zukunft in diesem Gebiet sehen“, betonte Wissenschaftsministerin Kiechle.

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht jährlich fünf Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen an weibliche Studierende der Ingenieurwissenschaften. Die Preise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung sollen die beeindruckenden Leistungen der Studentinnen in ihrem Fachbereich honoriert und zugleich andere Frauen zu einem ingenieurwissenschaftlichen Studium ermutigt werden. Vorschlagsberechtigt für zwei Preise sind Universität Bayern e.V. sowie Hochschule Bayern e.V. für drei Preise.

Der Preis für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionsarbeiten von weiblichen Studierenden der Ingenieurwissenschaften geht in diesem Jahr an Christina Maria Mayr, Marlies Nitschke, Christina Obermaier, Theresia Sauer und Dr. Heather Twaddle.

„Über Ihre Erfolge freue ich mich aufgrund meines eigenen Werdeganges und meiner politischen Ziele sehr. Als Wissenschaftsministerin setze ich mich mit aller Kraft dafür ein, noch mehr Frauen in führende Positionen zu bringen. Meine Zielvorstellung liegt bei einem Professorinnen-Anteil von 30 Prozent! Mit Ihren Erfolgen machen Sie mir und uns allen viel Mut auf diesem Weg“, so Ministerin Kiechle.

Preisträgerinnen für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen von weiblichen Studierenden der Ingenieurwissenschaften

Christina Maria Mayr hat an der Hochschule München den Studiengang „Fahrzeugtechnik“ dual mit Berufsausbildung studiert und ihren Bachelorabschluss mit Auszeichnung absolviert. In ihrer mit der Note 1,0 bewerteten Abschlussarbeit lieferte sie einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Beurteilung der Struktursicherheit zyklisch belasteter Konstruktionen. Hierzu hat sie auf dem Gebiet ein exzellentes Fachwissen aufgebaut, Rückschlüsse mit Begründungen umfassend geliefert, eigene Ansätze entwickelt und diese auch statistisch validiert. Somit ist ihre Arbeit für die Industrie von allgemeinem Interesse.

Marlies Nitschke hat ihr Studium im Masterstudiengang Medizintechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen mit Auszeichnung abgeschlossen und setzt derzeit ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen einer Promotion an der FAU fort. In ihrer Abschlussarbeit, die mit der Note 1,0 bewertet wurde, bewies sie, dass sich die Bewegungsabläufe eines Körpers und die hierbei auf ihn einwirkenden Kräfte gemeinsam betrachten lassen. Die von ihr vorgestellte Bewegungsanalyse ist zukunftsweisend, denn sie liefert wichtige Erkenntnisse zur Leistungssteigerung sowie zur Vermeidung von Verletzungen im Sport.

Christina Obermaier hat an der Technischen Hochschule Ingolstadt den Masterstudiengang Applied Research in Engineering Sciences mit Auszeichnung abgeschlossen. In ihrer Masterarbeit mit der Note 1,0 entwickelte sie ein Verfahren, Geräte zur Kommunikation zwischen Fahrzeugen per WLAN in Echtzeit auf ihre Tauglichkeit zu testen und die Qualität komplexer Komponenten zur fahrzeugübergreifenden Kommunikation zu beurteilen. Frau Obermaier beabsichtigt, ihre Arbeit im Rahmen eines Promotionsprojekts an der TH Ingolstadt in Zusammenarbeit mit der De Montfort University in Leicester in Großbritannien fortzusetzen.

Theresia Sauer hat ihr Bachelorstudium des Wirtschaftsingenieurswesens mit dem Schwerpunkt Mikrosystemtechnik an der Hochschule Aschaffenburg mit Auszeichnung absolviert. In ihrer Abschlussarbeit mit der Note 1,0 entwickelte sie ein Verfahren zum Testen von Lotpasten in der Leistungselektronik, das unter anderem eine ausreichend lange Lebensdauer von Bauteilen etwa in Autos sicherstellt. Seit dem Sommersemester 2018 setzt Frau Sauer ihr Studium an der Hochschule Aschaffenburg im Masterstudiengang Elektro- und Informationstechnik fort.

Dr. Heather Twaddle schloss 2011 an der Technischen Universität München ihr Masterstudium mit dem Schwerpunkt Transportation Systems mit Auszeichnung und als beste Absolventin seit Bestehen des Studiengangs ab. Seit 2012 ist sie an der TUM als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. In ihrer 2017 erschienenen Dissertation, die sie mit summa cum laude abschloss, analysiert sie das Verhalten von Radfahrern im urbanen Kontext und entwickelt auf Basis dieses Verhaltens geeignete Simulationsmodelle. Auf Basis dieser Simulation können neue Verkehrs- und Assistenzsysteme entwickelt und erprobt werden.

Quelle: StMWK

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