Wissenschaftsminister Bernd Sibler im Austausch mit den bayerischen Hochschulen

Im Nachgang an seine Ankündigung, den offenen Dialog mit den Hochschulen anzustreben, tauschte sich der neue bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler bereits wenige Wochen nach seiner Ernennung mit den Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften über die aktuellen Herausforderungen in der Hochschullandschaft aus.

Staatsminister Bernd Sibler mit den Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften an der TH Nürnberg (Foto: Hochschule Bayern e.V.)

Herzliches Willkommen des Verbands Hochschule Bayern e.V.

Die Vorsitzende des Verbands der bayerischen Hochschulen, Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm, hieß Wissenschaftsminister Bernd Sibler herzlich im Kreis der Präsidentinnen und Präsidenten willkommen. „Hochschule Bayern e.V. freut sich darauf, an die bisherige sehr gute Zusammenarbeit anzuknüpfen, um gemeinsam kraftvoll die bayerische Hochschullandschaft gestalten zu können“, betonte Prof. Dr. Feser. Sibler hat sich bereits langjährig als Staatssekretär im damaligen Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst für den Wissenschaftsbereich verdient gemacht. Zudem war Staatsminister Sibler im November 2018 zum Vorsitzenden der unionsgeführten Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Länder ernannt worden.

Hochschulpolitische Zukunftsfragen diskutiert

Die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) nutzten im Rahmen ihrer 101. Mitgliederversammlung die Gelegenheit, mit Wissenschaftsminister Sibler hochschulpolitische Zukunftsfragen auf Bundes- und Landesebene zu diskutieren. Prof. Dr. Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, betonte den Stellenwert der Hochschulen in der angewandten Forschung für den Standort Bayern. Grundfinanzierte Forschungskapazitäten seien nötig, damit die Hochschulen der ihnen im Hochschulgesetz zugewiesenen Aufgabe der anwendungsbezogenen Forschung auch nachkommen können. Zudem muss das bisher fast ausnahmslos aus Drittmitteln finanzierte wissenschaftliche Personal einen Sockel an grundfinanzierten Stellen erhalten.

Forderung nach Transferstrukturen für anwendungsorientierte Forschung

Die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen zeigten plakativ die Unterfinanzierung in der Forschungsförderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf. Bundesweit fließen von der DFG nur 0,5 % der Mittel für Hochschulen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften[1]. Damit auch der auf anwendungsorientierter Forschung basierende Innovationstransfer gestärkt werden kann, bedarf es der Gründung einer „Deutschen Transfergemeinschaft“ in Anlehnung an die DFG, konstatierten die Präsidentinnen und Präsidenten.

Wertvoller Beitrag der Hochschulen

Wissenschaftsminister Bernd Sibler dankte den Vorsitzenden für ihre Ausführungen und kündigte an, am offenen Dialog der Vergangenheit festzuhalten. Er betonte die wichtige Rolle der Hochschulen: „Unsere Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben sich zu international beachteten Zukunftswerkstätten entwickelt. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen hier innovative Technologien und arbeiten an der konkreten Umsetzung. Die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft bringt wertvolle Synergieeffekte mit sich und erhöht die Strahlkraft des attraktiven Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Bayern.“ Es sei daher von strategischer Bedeutung, die Weichen für eine weiter erfolgreiche und langfristige Entwicklung der Hochschulen zu stellen. +++

 


[1] DFG-Förderatlas (2018): DFG-Bewilligung an Hochschulen, S.50 auf: http://www.dfg.de/sites/foerderatlas2018/download/dfg_foerderatlas_2018.pdf

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