Wissenschaftsminister Bernd Sibler gibt Landshut, Regensburg und München als erste Standorte der akademischen Hebammenausbildung bekannt

"In Zukunft können sich junge Menschen an bayerischen Hochschulen zu Hebammen ausbilden lassen"

MÜNCHEN. "In Zukunft können sich junge Menschen an Hochschulen in Landshut, Regensburg und München zu Hebammen ausbilden lassen. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Nachwuchsförderung! Wir sichern auf diese Weise die flächendeckende Versorgung unserer Familien mit der Entbindungspflege", gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler in München bekannt. "Aus persönlicher Erfahrung als Vater von zwei Kindern weiß ich, dass Hebammen für junge Familien unverzichtbar sind. Ich wünsche mir, dass mehr junge Männer und Frauen diesen so wertvollen und verantwortungsreichen Beruf ergreifen", so Sibler.

Unterstützung der wohnortnahen Geburtshilfe durch den Freistaat

Die Staatsregierung hat bereits das "Zukunftsprogramm Geburtshilfe" mit einem geplanten Fördervolumen von 30 Millionen Euro auf den Weg gebracht, um die Kommunen bei der wohnortnahen Geburtshilfe zu unterstützen. Hinzu kommt seit dem 1. September der "Bayerische Hebammenbonus" von 1.000 Euro im Jahr. Die neuen Angebote einer akademischen Ausbildung sind nun der nächste Schritt zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammen und für die Attraktivität des Berufes. Dafür werden nach entsprechendem Beschluss über den Haushalt in Bayern zunächst drei Studienstandorte aufgebaut: die Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften (KSH) München, die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) Landshut. In einem weiteren Schritt sollen - je nach Entwicklung und Bedarf - weitere Standorte geprüft werden. 

Gesundheitsrelevantes Profil und fachliche Expertise

Die Entscheidung fiel auf diese drei Hochschulstandorte, da sie grundsätzlich ein gesundheitsrelevantes Profil vorweisen und über fachliche Expertise in Gesundheitsdisziplinen verfügen. Die Entwürfe zur Studiengangkonzeption der drei gewählten Studienstandorte überzeugten außerdem aufgrund ihrer Fachexpertise. Sie befassen sich teilweise schon länger mit der konzeptionellen Ausgestaltung von Studiengängen zur Hebammenausbildung. Zudem ist es den drei Hochschulen möglich, zur Abdeckung der medizinischen sowie klinischen Anforderungen mit einem Universitätsklinikum bzw. einem Kooperationskrankenhaus zusammenzuarbeiten. Im Fall von München liegen darüber hinaus die höchsten Geburtenraten und die größte Anhäufung an geburtsklinischen Einrichtungen vor.

Gestaltung der Hebammenausbildung in naher Zukunft

Als frühestmöglicher Studienbeginn wird das Wintersemester 2019/2020 angestrebt. Aufgrund der hohen Anforderungen und erforderlichen komplexen Strukturen, die mit einem Neuaufbau eines Studiengangs in dem Ausbildungsberuf Hebammenkunde verbunden sind, lässt sich ein fester Studienstart aber noch nicht eindeutig festlegen.  

Die bestehenden Berufsfachschulen für das Hebammenwesen in Bayern werden in die Entwicklung von akademischen Angeboten soweit wie möglich eingebunden.

Quelle: StMWK

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