Wahrnehmung von gesellschaftlichen Aufgaben gehört zum Selbstverständnis der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern

Die Wahrnehmung von gesellschaftlichen Aufgaben in der Region gehört zum Selbstverständnis der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Dies zeigt erstmalig eine neue Studie des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF), die auf Anregung von Hochschule Bayern e.V. entstanden ist.

So gibt es eine bemerkenswerte Anzahl und ein breites Spektrum an gesellschaftlichen Aktivitäten, bei denen alle Gruppen von Hochschulangehörigen einbezogen werden. In der IHF-Fallstudie wurden die Hochschulstandorte Coburg, Neu-Ulm und Rosenheim mit Mühldorf am Inn untersucht. „Die bayerischen Hochschulen
für angewandte Wissenschaften nehmen ihren umfassenden gesellschaftlichen Auftrag ernst. Sie setzen nicht nur entscheidende wirtschaftliche Entwicklungsimpulse in den Regionen, sondern zeichnen sich auch durch ihr hohes soziales und kulturelles Engagement aus, indem sie gesellschaftliche Entwicklungen und damit
verbundene Herausforderungen aktiv begleiten“, kommentiert die Vorsitzende von Hochschule Bayern e.V. Frau Professor Dr. Uta M. Feser die Studie des IHF. Die Hochschulen reagieren mit ihren gesellschaftlichen Aktivitäten häufig auf externe (zumeist regionale) Bedürfnisse und nehmen konkrete gesellschaftliche Aufgaben in der Region wahr (z.B. im Rahmen ehrenamtlichen Engagements der Studierenden und Lehrenden). Ein durchgängig institutionalisierter Ansatz ist an den betrachteten
Hochschulen bislang noch nicht zu erkennen. Die Aktivitäten basieren überwiegend auf Eigeninitiative der Lehrenden und Studierenden und stellen Adhoc- oder Einzelmaßnahmen dar. 

Die vom IHF befragten politischen Vertreter der Regionen (Oberbürgermeister, Landräte) und Kulturbeauftragten verweisen auf die enorme Wirkung der Hochschulen auf die jeweilige Region im sozialen und kulturellen Bereich. So profitierten die Regionen zum Beispiel durch die Unterstützung der sozialen und kulturellen Infrastruktur, die demographische Entwicklung und die Repräsentation der Region nach außen. Die untersuchten Hochschulen sprechen gesellschaftlichen Aktivitäten zwar ebenfalls
eine hohe Bedeutung zu. Sie sehen aber auch die Gefahr, dass ein verstärktes gesellschaftliches Engagement auf Kosten der beiden Leistungsdimensionen „Lehre und angewandte Forschung“ gehen könnte. Als zwingend notwendig erachten sie daher einen thematischen Schnittpunkt des gesellschaftlichen Engagements mit dem Profil und den Kernaufgaben der Hochschulen.

Die Publikation „Gesellschaftliche Wirkung von Hochschulen im regionalen Kontext“ ist über die Homepage www.ihf.bayern.de als pdf-Datei verfügbar.

Quelle: IHF Bayern

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