Parlamentarischer Austausch im Bayerischen Landtag

Hochschulpolitische Themen vor der Landtagswahl

Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften tauschten sich am 03.07.2018 mit Vertretern der CSU-Landtagsfraktion zu hochschulpolitischen Themen aus. Im Fokus stand vor allem die mangelnde Grundfinanzierung.

 

Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen mit Vertretern der CSU-Landtagsfraktion im Maximilianeum (Quelle: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag)

Verlässliche Grundfinanzierung statt kurzfristiger Programme

Im Rahmen eines parlamentarischen Frühstücks im Maximilianeum, an welchem auch Vertreter des Wissenschaftsministeriums teilnahmen, hob die Vorsitzende von Hochschule Bayern, Prof. Dr. Uta M. Feser (Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm) in ihrer Begrüßung die Bedeutung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Lehre, angewandter Forschung sowie im Transfer hervor und lud die Abgeordneten „in die Welt der Hochschulen“ ein. Als drängendes Problem für die Hochschulen stelle sich angesichts der stetigen Übererfüllung der Ziele in der Ausbauplanung und der daraus resultierenden Überlast von etwa einem Viertel der Studierenden zunehmend die angespannte Personal- und Überstundensituation dar. Diese ergäbe sich konkret aufgrund der fortbestehenden kw-Vermerke und der fehlenden Etatisierung von Stellen. Prof. Dr. Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, betonte ergänzend den Stellenwert der Hochschulen in der angewandten Forschung für den Standort Bayern. Daher sei es erforderlich, „die Grundfinanzierung an den gehobenen Anspruch anzupassen“. Nur so gelänge es den Hochschulen, auch in der Finanzierung an die bundesweite Spitze aufzuschließen. Die Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten bekräftigten gegenüber den Vertretern der CSU diese Forderungen anhand zahlreicher Beispiele. Dabei sehen sich die Hochschulen neben der Überlast auch mit zusätzlichen Aufgaben, Planungsunsicherheiten und Bedarfen der Wirtschaft beispielsweise im IT-Bereich konfrontiert, die aufgrund fehlender Finanzierung jedoch nicht gedeckt werden können. Es sei unabdingbar, die Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg oder gegenüber Österreich auszugleichen. Beispielsweise erzielt Bayern bei der Personalrelation zwischen wissenschaftlichem Personal und Professoren nur einen Wert von 0,8 – im westlichen Nachbarbundesland entfallen auf einen Professor hingegen 1,4 wissenschaftliche Mitarbeiter[1]. Die Vertreter der CSU bekräftigten die wichtige Rolle der Hochschulen für den Wohlstand Bayerns und sicherten ihre Unterstützung zu. Es sei von immenser Bedeutung, Weichen für die Zukunft zu stellen und dabei insbesondere eine langfristige Perspektive einzunehmen.

 

 


[1] Statistisches Bundesamt (2016): Nichtmonetäre hochschulstatistische Kennzahlen, Fachserie 11 Reihe 4.3.1,, Tabelle 14 FH

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