Leistungen der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften bei der Verteilung der Bundesmehreinnahmen gewürdigt

Die staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern (HAW) und Universitäten erhalten als Sondermittel aus Bundesmehreinnahmen zusätzlich rund 17,6 Mio. Euro. Prof. Dr. Uta M. Feser, Vorsitzende des Verbandes der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm, zeigte sich über die Anerkennung der Übererfüllung der gesetzten Ausbauziele der HAWs erfreut: Mehr als 60 % der auszuschüttenden Gelder und damit rund 10,76 Mio. Euro, gehen an die HAWs.

Verteilung berücksichtigt die hervorragende Entwicklung des Hochschultyps

Nachdem der Verband der bayerischen HAWs im Zuge der Verabschiedung des Doppelhaushaltes im Mai 2019 auf die wachsende Finanzierungslücke bei zeitgleich erfolgreicher Entwicklung des Hochschultyps hingewiesen hatte, konnte nun ein Meilenstein erzielt werden. Wissenschaftsminister Bernd Sibler hatte den Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen die erfreuliche Nachricht auf der Sommerklausur des Hochschulverbandes in Regensburg persönlich überbracht. „Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben sich in den letzten Jahren quantitativ und qualitativ hervorragend weiterentwickelt, der Verteilungsvorschlag honoriert dies deutlich“ lobt Prof. Dr. Uta M. Feser. Die bayerischen HAWs haben die Zahl ihrer Studienanfänger seit 2005 um 75 % gesteigert, während die Universitäten im selben Zeitraum nur einen Zuwachs von 35 % verzeichneten. Mit rund 17.000 Bachelor-Abschlüssen führen die HAWs jährlich nahezu gleich viele Absolventen dem Arbeitsmarkt zu wie die Universitäten (vgl. 18.000). Im bedeutenden MINT-Bereich hat sich die Zahl der Abschlüsse an den bayerischen HAWs seit 2005 mehr als verdoppelt, so dass heute sogar mehr Personen ihr MINT-Studium an einer HAW abschließen als an einer Universität. Mit dem nun vorgelegten Verteilungsschlüssel werden besonders die Hochschulen berücksichtigt, die die im Zuge der Ausbauplanung gesetzten Ziele zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger erfüllt bzw. in vielen Fällen überfüllt haben.

Verteilung der Mittel als Ritterschlag

„Dass über 60 % der zu verteilenden Gelder an unseren Hochschultyp gehen, ist ein Ritterschlag“, ergänzt Prof. Dr. Uta M. Feser. Blickt man auf die sich verlangsamende Konjunktur, muss es zentrales Anliegen der Politik sein, im Rahmen des Nachtragshaushaltes endlich eine Anhebung der Grundfinanzierung für die HAWs zu erreichen sowie dringend benötigte Stellen zu schaffen. Auch die Mittelverteilung zwischen den beiden Hochschultypen gilt es zu überdenken. Künftig müssen die HAWs gemäß dem Motto „pay for performance“ entsprechend besser ausgestattet werden. Ob der Freistaat auch weiter wirtschaftlich und gesellschaftlich prosperiert, wird auch von der Entwicklung der Hochschulen abhängig sein.

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