Finanzierungslücke gefährdet wirtschaftliche Entwicklung in Bayern

Mit Blick auf die in Kürze stattfindenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2019/2020 des Freistaates weist Hochschule Bayern eindringlich auf die Bedeutung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) für den Standort Bayern hin. „Die Finanzierungslücke muss geschlossen werden, um Bayerns Zukunft zu sichern“, so die Vorsitzende des Verbands Hochschule Bayern e.V. und Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm, Prof. Dr. Uta M. Feser.

 

Problematische Defizite in der Grundfinanzierung
In den letzten 15 Jahren haben die HAWs ihre Studierendenzahl von 65.000 auf 120.000 überproportional ausgebaut. Für Prof. Dr. Feser stellt sich angesichts der stetigen Übererfüllung der Ziele in der Ausbauplanung und der daraus resultierenden Auslastung von über 125 % zunehmend die angespannte Personal- und Überstundensituation als drängendes Problem für die HAWs dar. Die Hochschulen sehen sich mit zusätzlichen Aufgaben im Rahmen der Digitalisierung und Bedarfen der Wirtschaft konfrontiert.

Bedeutender Beitrag zur Entwicklung des Freistaates
Die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften nehmen in der Hochschullandschaft des Freistaates eine bedeutende Funktion ein. Dabei ist der Hochschultyp vorrangig für den Zuwachs an Studierenden in den MINT-Fächern verantwortlich. Mit ihrem Fokus auf praxisnaher Lehre leisten die Hochschulen einen wichtigen Beitrag in der wissenschaftlichen Ausbildung künftiger Fach- und Führungskräfte in gesellschaftlich relevanten Bereichen des Arbeitsmarktes. Mit Forschung in enger Kooperation mit Unternehmen machen Hochschulen Wissenschaft nutzbar. Durch das duale Studium, den internationalen Austausch (rund 12.000 ausländische Studierende) und die akademische Weiterbildung tragen die bayerischen Hochschulen wesentlich zur Entwicklung des Freistaates bei. Zugleich blieb die Ressourcenausstattung weiter hinter den quantitativen und qualitativen Entwicklungen der Hochschulen zurück.

Finanzielle Anpassungen erforderlich
Mit Nachdruck weist Hochschule Bayern darauf hin, dass die bayerischen HAWs bei den laufenden Ausgaben für Lehre und Forschung je Studierendem im Bundesvergleich nur an achter Stelle, bei den laufenden Ausgaben je Professor unter dem Bundesdurchschnitt auf dem neunten Rang liegen. Hinsichtlich der Betreuungsrelation (Studierende auf wissenschaftliches Personal) weist Bayern mit einem Wert von 25,6 deutlich schlechtere Werte als das Nachbarbundesland Baden-Württemberg (vgl. 16,9) auf. Die Zahlen zeigen, dass die bayerischen HAWs unter herausfordernden Bedingungen ihren umfangreichen Aufgaben gerecht werden müssen. Die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften benötigen dringend den Aufbau von 200 zusätzlichen Stellen im Doppelhaushalt 2019/2020, um den gestiegenen Belastungen vollumfänglich nachzukommen und das Defizit zur Spitze auszugleichen.

Das bayerische Kabinett kommt ab dem 24.01.2019 zu einer zweitägigen Klausurtagung in St. Quirin zu einer Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen wird dabei der Doppelhaushalt 2019/2020 stehen.

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