Errichtung des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZIeL) - Stärkung der innovativen Lehre an bayerischen Hochschulen.

Die bayerischen Hochschulen (HAW / TH) beschließen Kooperationsvereinbarung zur Gründung des Bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZIeL).

 

Mit der Verabschiedung der Kooperationsvereinbarung im Rahmen der 118. Mitgliederversammlung von Hochschule Bayern haben die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Technische Hochschulen (TH) die Errichtung des bayerischen Zentrums für Innovative Lehre (BayZIeL) beschlossen. „Die Qualität der Lehre ist und bleibt das entscheidende Profilmerkmal der bayerischen Hochschulen“, sagt Prof. Dr. Walter Schober, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt. „Die Hochschulen werden unter dem Dach des BayZIeL die hochschulübergreifenden Aktivitäten zur Stärkung innovativer Lehr- und Prüfungsangebote organisatorisch bündeln und gleichzeitig signifikant ausbauen. Davon werden die Lehrenden aller bayerischer HAWs profitieren.“

Steigende Qualifizierungsbedarfe und neue Hochschulaufgaben

„Mit der Hightech Agenda Bayern (HTA) schafft die Bayerische Staatsregierung derzeit etwa 2.500 Stellen im bayerischen Hochschulsystem. Unsere Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen werden damit bis 2023 um rund 20 Prozent wachsen. Mit BayZIeL werden sie die bedeutende Aufgabe, innovative Lehre zu gestalten, noch zielgerichteter angehen können“, so Staatsminister Bernd Sibler, der den Hochschulen zur Gründung von BayZIeL gratuliert. Die Hochschulen stehen vor der Herausforderung zahlreiche neue Lehrende in kurzer Zeit umfassend didaktisch weiter zu qualifizieren. Hinzu kommen bedingt durch die Digitalisierung neue Lehr- und Lernformen, die sowohl Bedarfe für Qualifizierung wie auch für Lehr- und Lernforschung nach sich ziehen.  Die Stärkung der akademischen Weiterbildung, der lehrbezogenen Gründungsförderung oder die Qualifizierung von Nachwuchsprofessuren und Doktoranden kommen als weitere Aufgaben auf die Hochschulen zu. „Unser besonderer Dank geht an Herrn Staatsminister Sibler und das Bayerische Wissenschaftsministerium für die tatkräftige Unterstützung bei der Gründung des BayZIeL und die Bereitstellung von Ressourcen zum Aufbau des neuen Leistungsumfangs des Zentrums“, betont Prof. Dr. Walter Schober. „Ihr Engagement macht die Etablierung des BayZIeLs als Antwort auf das erweiterte Aufgabenspektrum der Hochschulen erst möglich.“

Bündelung und Ausbau der Aktivitäten in drei Geschäftsbereichen

Mit dem BayZIeL erfolgt die Bündelung sowie der Ausbau bestehender und neu hinzukommender Aktivitäten der Hochschulen in den Bereichen „Qualifizierung und Didaktik“, „Lehr- und Lernforschung“ sowie „Bildungsförderung“ in einer gemeinsamen Dachorganisation. Das DiZ - Zentrum für Hochschuldidaktik und hochschule dual werden in die neu entstehenden Geschäftsbereiche des Zentrums überführt. „Das BayZIeL knüpft an die hervorragende Arbeit des DiZ und hochschule dual an. Es wird zukünftig in allen drei Geschäftsbereichen neue Impulse zur Weiterentwicklung der Hochschulen geben und Serviceleistungen bereitstellen“, ergänzt Prof. Dr. Andrea Klug, Lenkungsratsvorsitzende des DiZ und Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. „Das BayZIeL wird über seine enge Vernetzung mit den bayerischen Hochschulen hohe Wirkkraft entfalten und Mehrwerte an allen Standorten bieten.“

Vernetzung mit den Hochschulen und Kooperationseinrichtungen

Neben dem unmittelbaren Zusammenwirken mit dem Hochschulen und ihren Kompetenz- und Anwenderzentren vernetzt sich das Zentrum mit weiteren Einrichtungen. Das BayZIeL wird eng mit dem an der Hochschule München sowie der Technischen Hochschule Nürnberg angesiedelten Forschungs- und Innovationslabor Digitale Lehre (FIDL) zusammenarbeiten. Auch werden zukünftig Kooperationsprojekte mit dem Kompetenzzentrum für digitales Prüfen der bayerischen Hochschulen umgesetzt werden, das seinen Sitz an der Hochschule München hat.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das BayZIeL wird über einen Kooperationsvertrag als eine gemeinsame Einrichtung in Trägerschaft der bayerischen Hochschulen nach Art. 16 Abs. 2 des bayerischen Hochschulgesetzes gegründet. Mitglieder des BayZIeL sind alle staatlichen bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und Technischen Hochschulen (TH). Die Evangelische Hochschule Nürnberg und die Katholische Stiftungshochschule München wirken als assoziierte kirchliche Hochschulen gleichberechtigt mit. Das neu gegründete Zentrum wird zentral am Standort München errichtet werden. In Ingolstadt wird weiterhin eine Außenstelle angesiedelt sein. Die Technische Hochschule Ingolstadt übernimmt die Funktion der Zuordnungshochschule. Der operative Start der Arbeiten zur Etablierung des Zentrums erfolgt in Kürze mit der Veröffentlichung der Ausschreibung für die zukünftige Geschäftsführung des BayZIeL.

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