Bayerischer Ministerrat beschließt mehr Hochschulautonomie bei Berufungsverfahren

 

“Ich vertraue den bayerischen Hochschulen“. Mit diesem einfachen Satz hat heute Staatsminister Dr. Heubisch die neuen Weichenstellungen im Hochschulrecht kommentiert.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Einem solchen Votum schließen sich auch die Präsidentin und die Präsidenten der Bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften einstimmig an. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Kabinett uns mehr Handlungsfreiheit zugesteht, und wir ab dem kommenden Wintersemester unsere Professorinnen und Professoren selbst berufen dürfen“, kommentiert Prof. Dr. Gunter Schweiger, Präsident der Hochschule Ingolstadt und der Vorsitzende von Hochschule Bayern.

Diese wichtige Neuerung bedeutet für die Hochschulen, dass sie künftig in der Lage sein werden, Berufungsverfahren schnell und effektiv durchzuführen, um im internationalen Wettbewerb um Professoren und Professorinnen zu punkten. Gunter Schweiger ist sich sicher, dass nach wie vor das Wissenschaftsministerium als „Kompetenzzentrum“, wie es Minister Heubisch bezeichnet, wichtige Beratungsarbeit bei Berufungsverfahren leisten wird. „Selbstverständlich“, ergänzt Schweiger, „werden die Hochschulen bereits wie bisher ihre längerfristigen Berufungskonzepte mit dem Ministerium abstimmen und – wie im Gesetz festgehalten- bei allen Verfahren ein besonderes Augenmerk auf die Berufung von Professorinnen legen“

Dass künftig neben Handwerksmeistern auch beruflich Qualifizierte mit einer mindestens dreijährigen Berufspraxis den fachgebundenen Hochschulzugang erhalten, begrüßen die Hochschulpräsidenten grundsätzlich. „Wir müssen jedoch in der Lage sein, diese individuellen Bildungswege so zu begleiten, dass sie von Erfolg gekrönt sind“, schränkt Schweiger ein. Dazu entwickeln die bayerischen Hochschulen bereits heute mit ihrem Projekt „DuBAY- Durchlässigkeitsinitiative Bayern“ standortunabhängige Konzepte zur Eignungsfeststellung. „Wir dürfen nicht versäumen, für diesen Personenkreis Unterstützungsangebote bereitzuhalten, um die Studierfähigkeit sicherzustellen“, fordert Schweiger. Hier wünschen sich die Hochschulen zusätzlich ein deutliches Signal, wie die Unterstützungsangebote für diese jungen leistungsorientierten Menschen mit Ressourcen unterfüttert werden können.

Selbstverständlich bejahen die Hochschulen, dass die Evaluation der Lehre weiter vorangetrieben wird und auf transparenten Umfrageergebnissen der Studierenden beruht. Bereits heute evaluieren die Hochschulen auch und insbesondere mittels Studierendenbefragung die Qualität der Lehre. „Die Gestaltung der Qualität der Lehre ist unser oberstes Ziel“ bemerkt Präsident Schweiger.

Hochschule Bayern begrüßt den Ausbau der „sozialen Abfederung“ im Bereich der Studienbeiträge. „ Wenn es gelänge, die Studienkredite zur Finanzierung der Studienbeiträge zinslos zu gewähren, wäre ein weiterer ganz deutlicher Schritt in Richtung sozialverträglicher Studienbeiträge geschaffen“, stellt Schweiger fest. Bisher sind die Studienkredite zinsbehaftet und werden von den Studierenden kaum genutzt.

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