650.000 Euro für Leichtbauforschung an der Hochschule Landshut

Förderzusage zeigt hohe Reputation des Forschungsschwerpunkts und ermöglicht zusätzliche Forschungsaktivitäten.

Der Forschungsschwerpunkt Leichtbau der Hochschule Landshut – hier vertreten durch die vier Professoren Prof. Dr. Otto Huber, Prof. Dr. Hubert Klaus, Prof. Dr. Walter Fischer und Prof. Dr. Holger Saage mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel (v. links) – erhält eine Förderung von 650.000 Euro. – Foto: Hochschule Landshut

Der Forschungsschwerpunkt (FSP) Leichtbau der Hochschule Landshut erhielt eine Förderung von rund 650.000 Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Das Geld wird zum Ausbau der Forschungsstrukturen genutzt. „Der Förderbescheid ist eine erneute Anerkennung für die hohe Reputation des Schwerpunkts und der Qualität der Forschung an der Hochschule Landshut“, freute sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel. Dies umso mehr, als sich der FSP Leichtbau gegen zahlreiche andere Antragsteller durchgesetzt habe. Die zugesagten Mittel stammen aus einem Förderprogramm des Staatsministeriums, das die angewandte Forschung und Entwicklung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen ausbauen soll. Die Förderdauer beträgt insgesamt drei Jahre. 

Prof. Dr. Otto Huber leitet den Forschungsschwerpunkt in Landshut mit dem Kompetenzzentrum Leichtbau (LLK). Die Themen umfassen Forschungs-  und Entwicklungsprojekte auf den Gebieten Leichtbauwerkstoffe, -konstruktion und Fertigungstechnologien. Mit dem 2002 gegründeten Leichtbau-Cluster (LC) der Hochschule Landshut steht zusätzlich ein wichtiges Netzwerk für den Kontakt zur Wirtschaft und anderen Forschungseinrichtungen sowie zum Wissens- und Technologietransfer zur Verfügung. Sowohl das LLK als auch der LC werden mittlerweile im Kompetenzatlas Leichtbau aufgeführt, der die Kernakteure mit nationaler Bedeutung auflistet und vom BMWi gefördert wird.

Der Forschungsschwerpunkt Leichtbau hat bereits durch frühere Förderungen eine gute Infrastruktur aufgebaut. Kürzlich wurde zusammen mit der Paris Lodron Universität Salzburg im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projektes „nano to macro“ ein gemeinsames grenzüberschreitendes F&E-Zentrum für den Leichtbau gegründet. Im Fokus stehen innovative Leichtbauwerkstoffe. 

Durch die aktuelle Förderung, die drei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter beinhaltet, können diese Forschungsaktivitäten erweitert und die Infrastruktur ausgebaut werden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Hubert Klaus sollen nun auch mehrfach gekrümmte Sandwichelemente hergestellt und Schädigungsmodelle zur Beschreibung zellularer Verbundwerkstoffe weiterentwickelt werden. Die Betriebsfestigkeitsanalyse für Magnesiumbleche wird unter der Federführung von Prof. Dr. Otto Huber auf umgeformte Strukturen erweitert. Durch numerische Betriebsfestigkeitsnachweise von Bauteilen soll der Einsatz des Leichtbauwerkstoffes in der Industrie ermöglicht beziehungsweise erleichtert werden. In der dritten Forschungsrichtung unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Saage werden die Eigenschaften von laserbehandelten Bauteilen aus intermetallischen Titan-Aluminium-Legierungen erforscht sowie die additive Fertigung durch ein laserbasiertes Pulverauftragsschweißen von Titan-Basislegierungen erweitert. Der Praxisbezug wird durch die Mitwirkung der Unternehmen Dennert Poraver GmbH, LANXESS Deutschland GmbH, P-D Interglas Technologies GmbH, Otto Spanner GmbH, Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH, TWI GmbH und MAN Truck & Bus sichergestellt

„Mit der Forschungsförderung kann die Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg und der TU Bergakademie Freiberg durch weitere kooperierende Promotionen intensiviert und zusätzliche Professoren der Fakultät Maschinenbau in den Forschungsschwerpunkt integriert werden“, kommentierte Prof. Dr. Huber die Förderzusage. Sie ermöglicht zusätzliche Forschungsaktivitäten, etwa für Prof. Dr. Norbert Babel im Bereich des Titan-3D-Drucks für Individualimplantate im Wirbelsäulenbereich oder RTM-Verfahren von reaktiven Biopolymeren als akustisches Dämpfungsmaterial, mit denen sich Prof. Dr. Walter Fischer befasst.

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