Hochschule Bayern – Hochschulen der Zukunft

Wachstumsstrategie


Das Konzept der praxis- und anwendungsorientierten Lehre und Forschung gewinnt aufgrund der folgenden beiden Faktoren zunehmend an Bedeutung: Zum einen nimmt angesichts der steigenden Diversität der Studierenden die Sicherung der qualitativ hochwertigen Lehre eine zunehmend wichtige Rolle ein. Die Professorinnen und Professoren an den HAW bringen neben ihrer wissenschaftlichen Qualifikation auch Erfahrungen aus ihrer mehrjährigen Berufspraxis in die Hochschullehre ein. Sie erhalten nach ihrer Berufung zudem eine ausgiebige didaktische Schulung, die auf die moderne Vermittlung fachspezifischer Wissensformen ausgerichtet ist. Mit diesem Erfahrungswissen, dem didaktischen Instrumentarium und mit einer angemessenen Ausstattung wird die Qualität des Studiums gesichert. Unterschiedliche Studienformate (Vollzeitstudium, duales Studium, berufsbegleitende Studiengänge, Weiterbildungsangebote, englischsprachige Studiengänge und -module) ergeben passgenaue Studienmöglichkeiten für die Studierenden. In der Entwicklung der Lehrangebote muss zudem auf die wachsende Diversität der Studierenden (Alter, Bildungshintergrund, Internationalität) Rücksicht genommen werden, um sie unter Beibehaltung hoher Qualitätsstandards zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu führen.

Zum anderen fordert die Wirtschaft zu Recht eine bedarfsgerechte Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung bestehender Studienangebote, ebenso neue Studienangebote, die auf die Bedarfssituation der Unternehmen ausgerichtet sind. Die HAW bedienen bereits heute mit ihren praxisorientierten, berufsqualifizierenden Studiengängen die Anforderungen der Arbeitgeber. Der Bachelor-Abschluss der HAW ist berufsqualifizierend und wird hervorragend von den Arbeitgebern angenommen. Ständig kommen weitere innovative Studienfelder wie beispielsweise die Gesundheitswissenschaft hinzu.

Hochschule Bayern möchte die erfolgreich eingeschlagene Wachstumsstrategie auch in den kommenden Jahren weiter verfolgen. Wir empfehlen, kurzfristig weitere 10.000 Studienplätze an den HAW zu schaffen. In den Bereichen Angewandte Mathematik und Naturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Human- und Gesundheitswissenschaften besteht ein deutliches Ausbaupotential. Auch ein Einstieg in die Erziehungswissenschaften z.B.  im Vorschulbereich und in der Berufsschullehrerausbildung wäre sinnvoll. Mittelfristig gilt es, bis 2020 das postulierte Ziel einer Studierendenquote von 40 % an den HAW zu realisieren. Damit soll auch ein Beitrag geleistet werden, die Akademikerquote, die in Bayern mit einem Anteil von 28,3 % eines Jahrgangs (Stand 2010) immer noch um 5 % unter dem Bundesdurchschnitt liegt, zu steigern. Zugleich sollte ein kräftiger Ausbau der Masterprogramme an den HAW erfolgen.