Hochschule Bayern - Hochschulen der Zukunft

Aufgabengerechte Hochschulfinanzierung

Die bayerischen HAW freuen sich über den öffentlichen Eindruck von starken, wettbewerbs- fähigen und erfolgreichen bayerischen Hochschulen. Dennoch geben einige Daten und Fakten hinsichtlich ihrer Finanzierung Anlass zur Sorge. Insbesondere die Grundfinanzierung der Hochschulen ist im bundesweiten Vergleich nicht gut. Sie droht zu verhindern, dass die bayerischen Hochschulen ihre positive Wirkung auch in Zukunft weiter entfalten, ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen, ihr Potential vollständig ausschöpfen und die von ihnen erwartete gesellschaftliche Rolle spielen können.

Investitionen in Bildung erzeugen einen deutlichen Hebeleffekt für zukünftige Steuerein- nahmen. Zurückhaltung bei Investitionen wie Bildung, Weiterqualifizierung sowie Forschung und Entwicklung schädigt auf lange Sicht das Wohlstands- und Wachstumspotential reicher Volkswirtschaften.

Daher benötigen die HAW eine aufgabengerechte finanzielle Ausstattung. Im Moment erhalten die bayerischen HAW pro Student derzeit jedoch nur etwa ein Drittel der Grundmittel der bayerischen Universitäten. Damit liegen die bayerischen HAW mit 13 % deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Im langfristigen Trend öffnet sich die Schere zwischen den bayerischen Universitäten und den HAW immer mehr - ein für das Bildungsland Bayern nicht mehr hinnehmbares Missverhältnis.

Der Anteil der Studienbeiträge am Gesamthaushalt der HAW beträgt derzeit 10-15 Prozent. Sie tragen als ungebundene Mittel erheblich zur Verbesserung der Lehre und der Studienbe- dingungen an den HAW bei. Um die erreichte Qualität in Lehre und Studium auf jeden Fall sicher stellen zu können, müssen Einnahmen in Höhe der Studienbeiträge den Hochschulen weiterhin zur Verfügung stehen.