08.11.2017

Hochschule Bayern auf Delegationsreise in Tschechien

Intensivierung der Kontakte mit Hochschulen und Unternehmen durch persönliche Begegnungen


Austausch zwischen Hochschule Bayern und der Tschechischen Hochschulrektorenkonferenz in der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik. (Foto: Vladimír Šigut/BTHA)

Internationalisierung stellt ein strategisches hochschulpolitisches Ziel aller bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften dar. Dazu gehören vielfältige und lebendige Beziehungen im Studierenden und Dozentenaustauch, in Doppelabschlüssen oder in gemeinsamen Forschungsprojekten. Persönliche Kontakte und ein gegenseitiges Kennenlernen dienen dabei oftmals als Türöffner für spätere intensive Hochschulkooperationen. „Der Austausch mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen legt eine wertvolle Grundlage für eine weitere Verstärkung der bayerisch-tschechischen Hochschulzusammenarbeit“, resümierte Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm und Vorsitzende von Hochschule Bayern die mehrtägige Delegationsreise nach Tschechien.

Hochschulbesuche in Metropolen und Regionen

Eine Abordnung von acht Präsidentinnen und Präsidenten bayerischer Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) besuchte Mitte Oktober Hochschulen in mehreren Metropolen und Regionen. Die Mitglieder von Hochschule Bayern wurden in Prag durch die Tschechische Technische Universität und die Universität für Chemie und Technologien empfangen. Auf dem Reiseplan standen zudem die Westböhmische Universität in Pilsen, die Universität in Pardubitz sowie die Polytechnische Hochschule Iglau in der Region Hochland. Organisiert wurde die Delegationsreise in Kooperation mit der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur (BTHA). Die BTHA fungiert als zentraler Ansprechpartner für alle Belange in der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien im Hochschul- und Wissenschaftsbereich.

Vernetzungstreffen mit der tschechischen Hochschulrektorenkonferenz und regionalen Unternehmen

In der Hauptstadt Prag war die Delegation der bayerischen HAW gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Tschechischen Hochschulrektorenkonferenz zu Gast in der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik. Während eines Abendempfangs begrüßten dort neben Dr. Hannes Lachmann (Leiter der Repräsentanz) auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tschechien, Dr. Christoph Israng, die Vertreterinnen und Vertreter aus den Hochschulleitungen beider Länder zu intensiven Gesprächen über den Ausbau der grenzüberschreitenden Hochschulpartnerschaften.

„Neben der praxisorientierten Ausbildung von akademischen Fachkräften und anwendungsnaher Forschung stehen die bayerischen HAW vor allem für den Technologietransfer. Die regional verankerten HAW pflegen dabei ein breites Netzwerk an Bildungspartnerschaften mit Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort, aber auch im nationalen und internationalen Bereich.“, sagte Prof. Dr. Feser. Ergänzend zu den Hochschulbesuchen trafen sich die bayerischen Hochschulpräsidentinnen und –Präsidenten in Prag und Pilsen daher auch mit Wirtschaftsvertretern. In Zusammenarbeit mit Study & Work International sowie der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) erfolgte die Durchführung von zwei Vernetzungstreffen mit Unternehmen aus den jeweiligen Regionen. Auf der Tagesordnung standen hier u.a. das duale Studium in Bayern sowie das Auslandspraktikumsportal von Study & Work International.

Neue Hochschulkooperationen und weitere Delegationsreise

„In den Beratungen mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen wurde deutlich, dass Bayern und Tschechien neben den kulturellen Gemeinsamkeiten viele Anknüpfungsbereiche im Hochschulbereich haben. Bereits heute bestehen zwischen bayerischen und tschechischen Hochschulen vielfältige und lebendige Beziehungen. Das Potential ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, betonte Prof. Dr. Feser. „Kooperationen bieten sich neben vielen anderen Disziplinen etwa im speziellen in der sozialen Arbeit oder der Mobilitätsforschung an. Mit der Delegationsreise wurde hier der erste Schritt in Richtung einer weiteren Vernetzung getan. Nun gilt es die angestoßenen Kontakte mit Leben zu füllen und dauerhaft persönliche Beziehungen zwischen den Professorinnen und Professoren sowie Forscherinnen und Forscher beider Länder zu etablieren.“ Um die bayerischen und tschechischen Hochschulen noch enger aneinander rücken zu lassen, plant Hochschule Bayern bereits im nächsten Jahr eine weitere Delegationsreise in die Städte Brün, Ostrava und Olmütz.