26.09.2017

Starke Frauen in MINT-Fächern

Würdigung hervorragender Abschluss- und Promotionsarbeiten in Ingenieurswissenschaften


Mit Dr. Alexandra Harleß (l.), Katharina Bauer (3.v.l.) und Sabine Schneider (r.) wurden auch drei hervorragende Absolventinnen von bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausgezeichnet. Bild: StMBW

Staatssekretär Sibler gratuliert fünf Absolventinnen der Hochschulen in Rosenheim, Würzburg, Kempten, Nürnberg und Erlangen-Nürnberg – Preisträgerinnen erhalten je 2.000 Euro

„Mit Ihrem exzellenten Fachwissen und Ihren hochinteressanten Antworten auf spannende wissenschaftliche Fragestellungen in den Ingenieurswissenschaften ermutigen die Preisträgerinnen junge und interessierte Frauen, sich für ein technisches Studium zu entscheiden. Ich gratuliere zu diesen beispielhaften Leistungen“, betonte Wissenschaftsstaatsekretär Bernd Sibler heute anlässlich der feierlichen Auszeichnung von fünf Absolventinnen für deren hervorragende Abschluss- und Promotionsarbeiten in Ingenieurswissenschaften. Die Preisträgerinnen der Hochschulen in Rosenheim, Würzburg, Kempten, Nürnberg und Erlangen-Nürnberg erhielten die Auszeichnung aus den Händen von Ministerialdirigentin Dr. Andrea Siems. Von ihren Hochschulen wurden sie für den Preis vorgeschlagen. Sie wird vom bayerischen Wissenschaftsministerium seit 1982 jährlich an fünf Frauen vergeben und ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Staatssekretär Sibler machte deutlich, wie wichtig Frauen in technischen Fächern und Berufen sind: „Der Wissenschaftsstandort Bayern lebt von seinen qualifizierten Kräften. Wir brauchen starke Frauen wie die heute Ausgezeichneten in naturwissenschaftlich-technischen Fächern! Sie gehören zum akademischen Nachwuchs, der zu Innovation und Fortschritt in unserer Gesellschaft maßgeblich beiträgt.“ Mit Blick auf die Entwicklung der Studierendenzahlen stellte der Staatssekretär fest: „Im vergangenen Jahr erreichte der Anteil von Frauen, die ein Studium in einem MINT-Fach aufgenommen haben, mit über 30 Prozent einen neuen Höchststand. Das ist sehr erfreulich. Dennoch haben wir auch weiterhin die Frauenförderung fest im Blick. Wir wollen noch mehr junge Frauen für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium gewinnen.“

Bayern ist 2012 dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten. Mit dem Programm „MINTerAKTIV – Mit Erfolg zum Studienabschluss“ unterstützt das Wissenschaftsministerium Konzepte von vierzehn Hochschulen, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein MINT-Studium beitragen. Darüber hinaus gibt es spezielle Beratungs- und Förderangebote sowie gezielte Mentoring-Programme für Studentinnen. Jährliche Aktionen wie der Girls‘ Day ermöglichen Mädchen und jungen Frauen, praxisnahe Einblicke in technische Berufsfelder zu nehmen, in denen Frauen bislang noch eher selten vertreten sind.

Die Preisträgerinnen sind:

- Katharina Bauer: Bachelorstudium „Wirtschaftsingenieurwesen“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Rosenheim, Bachelorarbeit: „Konzipierung einer OEE-Datenerfassung für den gesamten Backrohr-Fertigungs- und Logistikprozess auf Basis eines bestehenden MES-Systems und Umsetzung einer Pilotanwendung“,

- Katrin Fürsich: Masterstudium „Nanostrukturtechnik“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Masterarbeit: „The optical constants of NiO studied with resonant x-ray reflectivity and cluster calculations“,

- Dr. Alexandra Harleß: Promotionsstudium „Maschinenbau“ an der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg in enger Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Dissertation: „Steigerung der Energie- und Kosteneffizienz bei der Abwärmenutzung durch Optimierung von Strukturrohren in Rohrbündelwärmeübertragern“,

- Sabina Schneider: Masterstudium der Energietechnik an der HAW Kempten, Masterarbeit: „Numerische Simulation turbulenter Strömungen mit Reynoldsspannungsmodellen in Ventilatoren“ und

- Dr. Johanna Schöpfer: Promotionsstudium in Hochfrequenztechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dissertation: „Design und Analyse lokaler Sendeantennen in der 3T-Magnetresonanztomographie“.

Quelle: StMBW