01.08.2017

60. LaKoF-Landeskonferenz

Sprecherinnen im Amt bestätigt


Von links: Dr. Margit Weber, Sprecherin der LakoF/Universitäten, Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard (OTH Regensburg), Sprecherin/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, und stellvertretende Sprecherin Dr. Elke Wolf (Hochschule München). Foto: OTH Regensburg

Am 13. und 14. Juli fand die 60. Landeskonferenz und Mitgliederversammlung der LaKoF Bayern (Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Hochschulen) in Nürnberg statt. Zentrale Punkte der Tagung waren Berichte aus der Geschlechterforschung, aktueller Stand und Ausblick der bayernweiten Frauen-Förderprogramme, weitere gemeinsame Aktivitäten und die Wahl der Sprecherinnen der LaKoF Bayern der HAWs. Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard (OTH Regensburg) wurde einstimmig für weitere zwei Jahre als Sprecherin der Landeskonferenz/HAW bestätigt und tritt in Folge bereits zum dritten Mal dieses Amt an. Zur stellvertretenden Sprecherin wurde ebenfalls erneut einstimmig Prof. Dr. Elke Wolf (Hochschule München) gewählt.

Am ersten Tag berichteten einige Forscherinnen und Frauenbeauftragten über Ihre Projekte und deren Ergebnisse. Zum Auftakt stellte Frau Pöllmann-Heller (OTH Regensburg) die Ergebnisse einer Umfrage unter Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten und Forscherende um Thema Intersektionalität bei MINT-Projekten vor (MINTersectionality). Die Ergebnisse zeigen, in wie weit an (technisch orientierten) Hochschulen die Vielfalt unter Frauen bei der Gender-Gleichstellungsarbeit berücksichtigt wird. Die Bachelor-Arbeit zum Thema Belästigung und Diskriminierung, die von der Frauenbeauftragten Prof. Dr. Zitzmann der TH Nürnberg betreut wurde, macht deutlich, dass Diskriminierung und vor allem sexuelle Belästigung für Frauen wie auch für Männer ernstzunehmende Themen sind. „Beim Thema Frauenförderung und Gleichbehandlung sind wir als Frauenbeauftragte nach wie vor gefordert, weiterhin aktiv diesen gesellschaftlich relevanten Diskurs zu führen“, betont Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Sprecherin der LaKoF Bayern/ HAW. Dass Stereotypen nach wie vor stark im Denken verankert sind, ist Thema der Kampagne „His or Hers?“, die an der Hochschule München im Wintersemester 2016/17 startete. Die Aktionen der Kampagne zielen darauf ab, gelebte Rollenerwartungen zu irritieren, geschlechtsspezifische Selbstbilder zu hinterfragen um damit den Studierenden die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse besser bewusst zu machen. „Auch wenn Frauen heute in fast allen Berufen und gesellschaftlichen Rollen vertreten sind, beeinflussen alte Denkmuster und Stereotype nach wie vor unser Denken und Handeln. „Damit Gleichbehandlung auch wirklich gelebt und erlebt werden kann, müssen uns diese Barrieren im Kopf bewusst sein“, so Prof. Dr. Elke Wolf, stellvertretende Sprecherin der LaKoF Bayern/ HAW. Die Kampagne stieß bei den Mitgliedern auf großes Interesse und zeigt einmal mehr auf, dass es sich lohnt über das Netzwerk der LaKoF Bayern einen breiteren Wirkungsgrad für diese Thematik zu erschließen.

Im Fokus des zweiten Tages stand die gemeinsame Mitgliederversammlung der HAWs sowie der Universitäten in Bayern. Hier wurden aktuelle Informationen aus den Ministerien, gesetzliche Vorgaben sowie weitere gemeinsame langfristige Zielsetzungen und Aktivitäten zum Thema Frauenförderung besprochen und vorgestellt.

Im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „rein-in-die-hörsäle“ fand im Anschluss an die Landes-konferenz der Informationsabend „Berufsziel – Professorin an einer HAW“ statt. An die 30 interessierte Frauen nahmen das Angebot wahr, sich bei erfahrenen Professorinnen über dieses Berufsbild zu informieren. „Das rege Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass wir mit diesem Format des Infoabends interessierten Frauen eine gute Plattform für persönliche Fragen und gegenseitigen Austausch rund um das Thema Professorin an einer HAW ermöglichen“, so Prof. Dr. Süß-Gebhard.

Über die LaKoF Bayern

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aller bayerischen Hochschulen, d.h. der Universitäten sowie der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Kunst- und Musikhochschulen, koordinieren ihre Tätigkeit auf Landesebene in der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Bayerischen Hochschulen (LaKoF Bayern). Die LaKoF Bayern vertritt die Interessen von Wissenschaftlerinnen, Studentinnen und Frauen des wissenschaftsstützenden Personals. Sie nimmt durch Stellungnahmen, Empfehlungen und Vorstellung von Konzepten Einfluss auf die gleichstellungspolitische Diskussion, auf Entscheidungen des Ministeriums im Bereich der Hochschulen in Bayern und darüber hinaus. Die Landeskonferenz findet in der Regel ein- bis zweimal im Jahr statt.

www.lakof-bayern.de